Die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) Österreichs betrugen 2017 1,11 Milliarden Euro. Das entspricht einer ODA-Quote von 0,3 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE).

ENTWICKLUNG DER ÖSTERREICHISCHEN GESAMT-ODA

Für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wurden insgesamt 532,63 Millionen Euro ausgegeben. An multilateralen Mittel sind 577,38 Millionen Euro geflossen.

Das operative Budget der Austrian Development Agency (ADA)/der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) betrug 2017 93,09 Millionen Euro. Somit stieg der Anteil des Budgets der ADA an der bilateralen ODA von rund 9 Prozent 2016 auf rund 17,5 Prozent im Jahr 2017.

Die im Vergleich zu 2016 geringere ODA-Quote kann vorwiegend durch den Rückgang der anrechenbaren Mittel für die Erstversorgung von Flüchtlingen erklärt werden. Insgesamt sind die anrechenbaren Flüchtlingskosten um 403,1 Millionen Euro zurückgegangen und machten 2017 rund 12 Prozent der österreichischen ODA aus. 2016 war der Anteil der Flüchtlingskosten aufgrund der vermehrten Ankünfte von Menschen auf der Flucht im Jahr 2015 in Österreich besonders hoch.

BEKANNTGABE DER ENTWICKLUNGSHILFELEISTUNGEN

Auf Basis der statistischen Meldungen publiziert der Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die jährlichen Ergebnisse im internationalen Vergleich: Erste Trends mit vorläufigen Daten werden im Frühjahr über das vergangene Berichtsjahr veröffentlicht. Am Jahresende werden die detaillierten Endergebnisse der öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen der einzelnen Staaten in der OECD Datenbank und im ODA-Bericht der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit publiziert.