Das Förderinstrument "Einzelprojekte Süd" ist ein Angebot an Organisationen der Zivilgesellschaft (Civil Society Organizations, CSOs), die gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen mehrjährige Projekte in Entwicklungsländern in den Regionen Ostafrika und Horn von Afrika, im südlichen Afrika, in Westafrika, in der Region Himalaya-Hindukusch, Palästina und Lateinamerika umsetzen. Dabei muss die Eigenverantwortung der Partner gewahrt bleiben. Des Weiteren ist die Zusammenarbeit mit anderen lokalen und internationalen Organisationen und Interessenvertretungen sowie die Einbettung der Aktivitäten in Politiken und Strategien der Partnerländer Voraussetzung.

Antragsberechtigt sind Vereine, Stiftungen, Gewerkschaften, Gebietskörperschaften oder sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften mit Sitz in Österreich. Einzelpersonen können keine Anträge stellen.

Nicht gefördert werden Studien und Projekte, die ausschließlich den Transport von Personen oder Gütern in ein Entwicklungsland vorsehen oder zu mehr als 50 Prozent Bau- und/oder Anschaffungskosten von Gegenständen (inklusive dazugehöriger Personalkosten) beinhalten.

Der Fördersatz richtet sich nach dem Land, in dem das Vorhaben durchgeführt wird.

Kategorisierung und Auflistung der Länder gemäß OECD/DAC-Liste der ODA (Official Development Assistance)-Empfängerländer:

Fördersatz 80% der Gesamtprojektkosten für Schwerpunktländer der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit:

     

  • Äthiopien, Bhutan, Burkina Faso, Mosambik, Palästina, Uganda
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Fördersatz 55% der Gesamtprojektkosten für folgende Länder:

     

  • Ärmste Entwicklungsländer (Least Developed Countries, LDCs) in Afrika, insbesondere Projekte zu den Themen Wasserressourcenmanagement, Frieden und Sicherheit, Geschlechtergleichstellung und Stärkung von Frauen (Förderansuchen zu diesen Themen werden besonders berücksichtigt)
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  • Afghanistan, Irak, Jordanien, Libanon, Nepal, Pakistan, Syrien
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Fördersatz 25% der Gesamtprojektkosten für:

     

  • Restliche ärmste Entwicklungsländer (LDCs) sowie einkommensschwache Länder (low-income countries) und Länder mit niedrigem Durchschnittseinkommen (ölower middle income countries)
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Details finden sich in der Förderrichtlinie.

Die Projektdauer soll zwei bis drei Jahre betragen. Die Einreichfrist für Förderansuchen ist in jedem Jahr der 20. September.