Wir integrieren Menschen mit Behinderungen stärker in die äthiopische Gesellschaft und stärken ihre Rechte.

In Äthiopien werden Menschen mit Behinderungen von der Teilnahme am kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben ihrer Gemeinschaften weitgehend ausgeschlossen. Sie werden vielfach als Menschen zweiter Klasse behandelt. Das betrifft etwa Gesundheitsdienste, schulische Bildung oder Beschäftigungsmöglichkeiten. Trotz gesetzlicher und politischer Maßnahmen – einschließlich der Ratifizierung des UN-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) – sind wirkliche Veränderungen bisher ausgeblieben.

Unser Projekt Bridging the Gap (BtG)-II soll diese nun herbeiführen. Wir unterstützen die äthiopische Regierung und weitere Akteure dabei, Menschen mit Behinderungen einzubeziehen und gleiche Rechte für sie zu schaffen.

Weltweite Initiative

Bridging the Gap ist eine vierjährige EU-Initiative, die weltweit in fünf Ländern umgesetzt wird: Burkina Faso, Ecuador, Äthiopien, Paraguay und Sudan. Menschen mit Behinderungen sollen in diesen Ländern dank BtG mehr Gleichberechtigung und Gleichbehandlung erfahren.

Wir setzen die Initiative in Äthiopien um. Das Gesamtbudget des von der EU finanzierten Projektes in allen Ländern beträgt 5,6 Millionen Euro, in Äthiopien beläuft es sich auf etwa 1,6 Millionen Euro. Neben der EU und uns ist das finnische Außenministerium ein weiterer Geldgeber für unsere Aktivitäten in Äthiopien.

Unsere Maßnahmen

Im Rahmen des Projektes unterstützen wir einerseits bereits bestehende Programme, die den Zielen der Initiative entsprechen. Andererseits unterstützen wir staatliche und nichtstaatliche Organisationen, insbesondere die Disabled People’s Organizations (DPOs), Rechte von Personen mit Behinderungen durchzusetzen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmender Institutionen werden in Fortbildungen und Workshops entsprechend geschult. Mehr als 17.000 Frauen und Männer, Mädchen und Jungen mit Behinderungen sowie deren Familien profitieren weltweit von der Initiative, in Äthiopien sind es 4.400.