Österreich unterstützt Kosovo bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie

Das Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit erhält 250.000 Euro an COVID-19-Soforthilfe.

Am 28. Mai 2020 unterzeichnete Außenminister Alexander Schallenberg in Pristina ein Abkommen zur finanziellen Unterstützung des Kosovo im Kampf gegen das Coronavirus. Die Soforthilfe in Höhe von 250.000 Euro ist Teil des Nothilfeprogramms der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, das zur lokalen Eindämmung der Covid-19 Pandemie beitragen soll.

„Angesichts der globalen Gesundheitskrise ist Solidarität und europäischer Zusammenhalt wichtiger denn je. Mit dieser Soforthilfe zeigen wir den Staaten des Westbalkan, dass sie auf die Unterstützung Österreichs durch konkrete Hilfe vor Ort zählen können. Österreich ist und bleibt auch in der Krise ein verlässlicher Partner Südosteuropas. Das ist auch eine logische Ergänzung unseres nachdrücklichen Einsatzes für die Heranführung dieser Länder an die EU“, unterstreicht Außenminister Schallenberg die engen Beziehungen Österreichs zur Region.

Mit der Unterzeichnung des Abkommens stellt Österreich dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) die finanziellen Mittel für den Kauf von 9.000 dringend benötigten COVID-19 Tests zur Verfügung. Die bereitgestellten Testkits ermöglichen die Diagnose von täglich rund 500 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von mehr als einem Monat und unterstützen dadurch eine effiziente Lokalisierung der COVID-19-Krisenherde. 

 „Die Ausbreitung des Coronavirus hat gezeigt, wie dringend das kosovarische Gesundheitssystem rasche, unbürokratische und breitenwirksame Unterstützung braucht. Wir müssen weitere Neuansteckungen verhindern, um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen – und um die negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung so gering wie möglich zu halten. Die Unterstützung aus Österreich ermöglicht genau das“, so Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), die für die Abwicklung der Mittel verantwortlich ist.

Die Umsetzung und Koordination des Hilfsprojekts vor Ort übernimmt das Büro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Pristina. Seine Arbeit reicht bereits bis zum Jahr 1999 zurück und unterstreicht das lange entwicklungspolitische Engagement Österreichs in Kosovo.