Für ein gewaltfreies Leben für Frauen und Mädchen in Palästina



Contract partner: Evangelische Frauenarbeit in ÖsterreichCountry: Palästinensische Gebiete Funding amount: € 247.900,00Project start: 01.01.2020End: 31.12.2022

Short Description:

Overall goal


Das Projektziel ist die Prävention von sexueller Gewalt, insbesondere sexueller Ausbeutung und Missbrauch von Frauen und Mädchen im täglichen Leben und im Internet sowie die Verbesserung der psychischen Gesundheit von Frauen und Mädchen, die geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind (Beitrag zu SDG 5.2 und Ziel 7 des GAP II).


Expected results


1) Die Ermächtigung von 3.240 Frauen, Kindern und Jugendlichen wurde durch bewusstseinsbildende Maßnahmen zu ihren Rechten, der Prävention und dem Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch im Alltag und im Internet gestärkt.

2) Der Zugang zu psychosozialer, rechtlicher und medizinischer Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, wurde verbessert und ausgeweitet.

3) Die Kompetenz und das Engagement von relevanten Stakeholdern für die Prävention und Beseitigung von sexueller Ausbeutung und Missbrauch von Frauen und Mädchen im Alltag und im Internet wurden ausgebaut.


Target group / Beneficiaries


Die primären Zielgruppen des Projekts sind marginalisierte Frauen und Mädchen in Palästina (Westjordanland, Ostjerusalem und Gaza) die sexuelle Gewalt, Ausbeutung und/oder Missbrauch erlebt haben oder gefährdet sind, diese Gewalt zu erfahren. Bewusstseinsbildende Maßnahmen kommen 3.240 Frauen, Kinder und Jugendliche zugute; Maßnahmen zur Verbesserung der psychosozialen Gesundheit erreichen 4.540 Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben.


Activities


Zu den Projektaktivitäten gehören unter anderem bewusstseinsbildende Workshops für Frauen, Kinder und Jugendliche rund um das Thema sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen, insbesondere sexuelle Ausbeutung und Missbrauch im Alltag und im Internet. Des Weiteren werden 90 Frauen an Selbstverteidigungskursen teilnehmen. Eine bewusstseinsbildende Online-Kampagne wird 600.000 Menschen in Palästina ansprechen. Informationsstände an sechs Universitäten und Informationsbroschüren werden 3.800 Personen erreichen. Die Anzahl der Personen, die psychosoziale, medizinische und rechtliche Beratung über die kostenlose, von der lokalen Partnerorganisation SAWA betriebene, telefonische 121-Helpline erhalten, soll jährlich um 15% steigen. Dazu wird die Bekanntheit der 121-Helpline erhöht, 15 Volontäre werden ausgebildet und sechs Helpline-MitarbeiterInnen beschäftigt. Darüber hinaus wird eine kostenlose APP für Mobiltelefone entwickelt und angeboten, die mit den Dienstleistungen der 121-Helpline verbunden sein wird. Des Weiteren werden Frauen, Mädchen, Männer und Jungen individuelle psychosoziale Beratung und Therapie bei SAWA erhalten. Bewusstseinsbildende Workshops werden mit Männern, Eltern, LehrerInnen und SchulpsychologInnen, MitarbeiterInnen von Ministerien und MitarbeiterInnen der Family Protection Units der palästinensischen Polizei durchgeführt. Die SAWA wird an drei Konferenzen rund um das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen teilnehmen.


Context


In Palästina ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen weit verbreitet. Es mangelt jedoch an psychosozialer Unterstützung und Bewusstsein darüber, welche Rechte Frauen und Mädchen haben, wie sie sich vor Gewalt schützen und an wen sie sich als Opfer von Gewalt wenden können. Mit der zunehmenden Nutzung von Internet und sozialen Medien steigt auch in Palästina die sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Internet an. Auch hier fehlt es an Bewusstsein, Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung dieser Gewalt. Sexuelle Gewalt, wie sexuelle Ausbeutung und Missbrauch sind stark tabuisiert in der palästinischen Gesellschaft, was auch dazu führt, dass Gewalt normalisiert wird, viele Frauen und Mädchen Gewalt nicht anzeigen und keine Unterstützung aufsuchen. Gewalt und die „Kultur des Schweigens“, die von patriarchalen Normen und Gesetzen getragen wird, können nur durch das aktive Engagement von allen Gesellschaftsgruppen und EntscheidungsträgerInnen bekämpft werden.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 50,01 Prozent.

 

project number2319-01/2019
source of fundingOEZA
sector Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
tied0
modalityProject-type interventions
marker Gender: 2, Democracy: 2
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.