Integrative Familienstärkung und Kinderförderung in Armenien, Provinz Tavush



Contract partner: SOS-KinderdorfCountry: Armenien Funding amount: € 250.000,00Project start: 01.07.2018End: 31.07.2021

Short Description:

Overall goal


Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von 200 armen bzw. armutsgefährdeten Familien in der Provinz Tavush durch ein Angebot an sozialer Assistenz, Weiter- und Berufsbildung sowie durch einkommensgenerierende Aktivitäten.


Expected results


Resultat 1 (SDG 1,3,5,10): 200 Familien (mit 35% weibl. Alleinerzieherinnen) wurden durch direkte Zuwendungen gestärkt.

Resultat 2 (SDG 2,4,8,10): Mindestens 100 Familien steigerten ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und Produktivität durch Aus/Weiterbildung bzw. durch einkommensgenerierende Aktivitäten.

Resultat 3 (SDG 1,3,4): 450 Kinder (0-18) erhöhten ihre gesellschaftlichen Fähigkeiten und verbesserten Ausbildungs- und Gesundheitsindikatoren.

Resultat 4 (SDG 1,5): Lokale Gemeinden wurden durch Wissenstransfer und Schulungen gestärkt, um gefährdete Familien und Kinder besser in die Gemeinschaft zu integrieren.

Resultat 5 (SDG 1,5,8,10): Mindestens 30 Personen verbesserten ihre unternehmerischen Fähigkeiten und 8 lokale Start-up Unternehmen, die lokale Gemeindebedürfnisse befriedigen, wurden gegründet.


Target group / Beneficiaries


Direkt werden ca. 450 Kinder (0-18 Jahre), 200 Familien und 130 armutsgefährdete Frauen erreicht. Die Auswahl der Zielgruppen erfolgt mittels Gefährdungsanalyse anhand von Risikofaktoren wie Obdachlosigkeit, Leben unterhalb der Armutsgrenze, kein Einkommen, Arbeitslosigkeit, chronische bzw. lebensbedrohliche Krankheit, Gewalttätigkeit, Alkohol- Drogenmissbrauch bzw. armutsgefährdete Alleinerzieherinnen.

Indirekt werden über 34.000 Personen, die BewohnerInnen der Gemeinden Berd, Noyemberyan und Koghb, erreicht.


Activities


Die Maßnahmen umfassen:

Erstellen individueller Familienentwicklungspläne, Rechtsberatung betreffend Eigentumsrechte, medizinische Untersuchungen und Behandlungen, Einzel- und Gruppentrainings und Beratung im Bereich Elternschaft und Kinderfürsorge, psychosoziale Unterstützung, materielle Unterstützung für Familien in existentiellen Notlagen (Bekleidung, Lebensmittel);

Karriereberatung, Aus-/Weiterbildungen; Soft-Skills Kurse; Kontaktherstellung zu potenziellen ArbeitgeberInnen, IT-Schulungen, Schulungen in agrarkulturellen Techniken; Zurverfügungstellung von Grundausstattung und Werkzeug für einkommensgenerierende Aktivitäten;

Lernunterstützung für Kinder, Kreativangebote, medizinische Angebote, Trainings betreffend Hygiene/Gesundheit, Berufsberatung für SekundarschülerInnen; Zurverfügungstellung von Schulmaterialien;

Netzwerk-Treffen (lokale Behörden, öffentliche und private Institutionen), Schulungen für lokale Behörden und lokale GemeindeaktivistInnen; Gründung von Frauenselbsthilfegruppen, Informationen an Gemeindemitglieder;

Schulungen zu unternehmensgründungsrelevanten Themen, Unterstützung bei der Entwicklung der Geschäftsidee, finanzielle Unterstützung von Unternehmensgründungen, Einbindung örtlicher AkteurInnen (Diskussionen zu Budget und Aktivitätsplänen).


Context


Die armenische Provinz Tavush ist als Grenzregion zu Aserbaidschan wiederkehrenden militärischen Konflikten ausgesetzt und von multiplen sozialökonomischen Problemen, wie sehr hoher Arbeitslosigkeit, Armut, sozialer Polarisierung und wirtschaftlich bedingter Abwanderung - insbesondere der männlichen Bevölkerung - geprägt. Frauen sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit und Marginalisierung betroffen. Dies führt zu einem erhöhten Armutsrisiko und einem größeren Risiko für familiäre Krisensituationen. Die Armutsrate bei Kindern beträgt über 40 Prozent. Der Großteil der Kinder in institutionalisierter Betreuung sind Sozialwaisen, auf Grund von Armut, saisonaler Migration und Arbeitslosigkeit.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 50 Prozent.

project number8108-03/2018
source of fundingOEZA
sector Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
tied0
modalityProject-type interventions
marker Gender: 1, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.