Kunst und Humor: Kindgerechte psychosoziale Betreuung in Palästinensischen Krankenhäusern



Contract partner: ROTE NASEN Clowndoctors International - Gemeinnützige PrivatstiftungCountry: Palästinensische Gebiete Funding amount: € 209.200,00Project start: 01.01.2020End: 31.12.2022

Short Description:

Overall goal


Ziel ist es, ein unterstützendes Umfeld in palästinensischen Krankenhäusern zu schaffen, in dem Kinder ihre Rechte auf Humor, Spiel und Kreativität wahrnehmen können. Um dies zu erreichen, trägt das Projekt zu einer systematischen Verankerung von „Humor & Kunst“ als anerkannte Strategie für psychische Gesundheit und psychosoziales Wohlbefinden von Kindern in palästinensischen Krankenhäusern bei. (Beitrag zu SDG 3, SDG 4, SDG 5 und EU GAP II 10, 13)


Expected results


1. Kinder in stationärer Behandlung und ihre Familien erleben Momente der Leichtigkeit in stressvollen Situationen/Behandlungen.

2. Mehr medizinisches Personal setzt regelmäßig Humor ein, um das emotionale Wohlbefinden von Kindern und Familien während dem Krankenhausaufenthalt zu fördern.

3. Gestärkte interne Prozesse und Strukturen ermöglichen ROTE NASEN Palästina, sich vermehrt für die Anerkennung von „Humor und Kunst“ zur Unterstützung der psychosozialen Gesundheit einzusetzen.


Target group / Beneficiaries


Die Hauptzielgruppe des Projektes sind 38.600 (19.300 weibliche und 19.300 männliche) schutzbedürftige Kinder im Alter von 0-18 Jahren in palästinensischen Krankenhäusern. Darüber hinaus werden die künstlerischen Interventionen 48.000 (43.200 weiblichen und 4.800 männlichen) Familienmitgliedern zugutekommen. Medizinisches Personal (200 Begünstigte) wird ebenfalls von den Clownbesuchen profitieren, als auch von maßgeschneiderten Workshops zum Einsatz von Humor im Behandlungsalltag. Die Teilnahme an diesem Workshop Format wird auch 200 StudentInnen aus dem Fachbereich der Medizin und Pflege ermöglicht. Indirekte Begünstigte des Projektes sind die KünstlerInnen des Projektes (zirka 12-16), die ein regelmäßiges Einkommen und eine fundierte künstlerische Aus- und Weiterbildung erhalten.


Activities


Durchführung von ca. 1.000 künstlerischen Interventionen in den pädiatrischen Abteilungen zwölf palästinensischer Krankenhäuser; Ausbildung von und Austausch zwischen im Projekt beteiligten KünstlerInnen; Weiterentwicklung und Durchführung von 22 Workshops zu “Humor im Behandlungsalltag” in 12 Krankenhäusern und 5 Universitäten; Training of Trainers für KünstlerInnen um diese Workshops durchzuführen; Stärkung der Rolle von ROTE NASEN Palästina in Bewusstseinsarbeit durch interne Maßnahmen zur Kapazitätsstärkung; Aufbau von Partnerschaften und starken Netzwerken mit dem UN-Gesundheitscluster, dem Gesundheitsministerium und dem Krankenhausmanagement; Organisation öffentlicher Events zur Erhöhung der Sichtbarkeit des Projektes; Beauftragung und Koordination einer Studie zu den Auswirkungen von „Humor und Kunst“ als psychosoziale Interventionsstrategie in palästinensischen Krankenhäusern in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der WU Wien.


Context


Das Projekt findet im Kontext des anhaltenden Israelisch-Palästinensischen Konfliktes statt und einer allgemein instabilen politischen Lage im Nahen Osten. Insbesondere unter Kindern wurde ein überdurchschnittliches Vorkommen posttraumatischer Belastungsstörungen festgestellt. Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass trotz hohen Bedarfs immer noch eine große Kluft zwischen den psychosozialen Bedürfnissen der palästinensischen Bevölkerung und der Bereitstellung von psychosozialen Leistungen besteht. Auch das Palästinensische Gesundheitsministerium legt in seiner aktuellen Strategie keinen spezifischen Fokus auf die Verbesserung von Angeboten zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Zusätzlich schränken andere Faktoren wie gesellschaftliche Konventionen, limitierte Bewegungsfreiheit und ökonomische Faktoren die Inanspruchnahme von psychosozialen Diensten ein. Allerdings ist auch ein wachsendes Bewusstsein für die Wichtigkeit von Angeboten für die psychosoziale Gesundheit im öffentlichen Sektor zu beobachten.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 50 Prozent.

 

project number2319-03/2020
source of fundingOEZA
sector
tied0
modalityProject-type interventions
marker
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.