Lasst mich nicht leiden - Reduzierung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) Phase II



Contract partner: Caritas Österreich Country: Äthiopien Funding amount: € 300.000,00 Project start: 01.01.2022 End: 31.10.2023

Short Description:

Overall goal


Verringerung von Genitalverstümmelungen und verbesserter Zugang zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRH) für Frauen in 20 Kebeles der Distrikte Dugda und Bora in Äthiopien.


Expected results


Gemeindemitglieder, Führungspersönlichkeiten und Behörden sind für FGM und andere schädliche Praktiken sensibilisiert und verpflichten sich nationale Politiken und Gesetze gemeinsam durchzusetzen, um FGM zu eliminieren; Schulgemeinschaften sind gut über FGM informiert und übernehmen eine Schlüsselrolle bei Maßnahmen zur Beendigung von FGM; Gesundheitsfachkräfte sind mit theoretischem und praktischem Wissen und Fähigkeiten ausgestattet, um Mädchen und Frauen Dienstleistungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit anzubieten, die FGM-Komplikationen und Langzeitfolgen von FGM minimieren.


Target group / Beneficiaries


Das Projekt erreicht 43.080 Menschen (22% Männer/ 78% Frauen).

Darunter im speziellen 200 einflussreiche Persönlichkeiten (traditionelle und religiöse Führer, lokale BehördenvertreterInnen, usw.), 40 traditionelle Beschneiderinnen, 200 SchülerInnen, Mitglieder von Gender-Clubs, 40 LehrerInnen, 58 Gesundheitsfachkräfte, 40 Health Extension Workers, 800 Patientinnen mit FGM-Komplikationen, 100 Paare, 26 zuständige Regierungsmitarbeiter.

 


Activities


Die Aktivitäten umfassen: Durchführung von Aufklärung und Trainings für verschiedene Zielgruppen; Sensibilisierungsmaßnahmen in lokalen Gemeinden und Schulgemeinschaften, Förderung von Gemeindediskussionsgruppen; Auszeichnungszeremonien für ehemalige Beschneiderinnen und für Familien, die sich gegen FGM aussprechen; Foren und Treffen mit Projektbegünstigten und Interessengruppen; Stärkung von Gender-Clubs in Schulen zu FGM und SRH (Sexual and Reproductive Health); Schulungen über FGM und andere schädliche Praktiken für medizinisches Personal; Bereitstellung medizinischer Dienstleistungen (psychosoziale Beratung, Screening etc.); Stärkung von Gesundheitseinrichtungen im Projektgebiet.


Context


Laut dem Demographic Health Survey (2016) für Äthiopien liegt der Prozentsatz der FGM-Prävalenz in Äthiopien bei 65 % unter Frauen im Alter von 15-49 Jahren, wobei Typ 1 und 2 die am häufigsten durchgeführten Formen sind. FGM ist eine der schädlichen traditionellen Praktiken, die die Gesundheit von Frauen und Mädchen beeinträchtigen. Sie hat langfristige physiologische, sexuelle und psychologische Auswirkungen auf Frauen und Mädchen. Die Beendigung der Genitalverstümmelung stellt nicht nur sicher, dass die Rechte von Mädchen und Frauen gewahrt werden, sondern hat auch klare wirtschaftliche Vorteile in Form von Einsparungen bei den Gesundheitskosten. Das vorgeschlagene Projekt steht im Einklang mit der National Costed Roadmap to End Child Marriage and FGM/C 2020-2024, die 2019 vom äthiopischen Ministerium für Frauen, Kinder und Jugend veröffentlicht wurde.

Das Projekt ist ein Folgeprojekt in Phase 2.

Das Projekt trägt zu SDG 3, 5 und 10 bei.

Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 76,27 Prozent.

project number 2833-01/2022
source of funding OEZA
sector Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
tied
modality Project-type interventions
marker Gender: 2, Reproductive health: 2, Democracy: 2, Inclusion: 2
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.