Rahmenprogramm Diakonie Austria 2020-2023 - Gender und Behinderung in der Praxis in Lesotho und Uganda



Contract partner: Diakonie ACT Austria GmbH (Spaltung von Diakonie Austria Gmbh)Country: Subsahara-Afrika, regional/länderübergreifend Funding amount: € 1.500.000,00Project start: 01.01.2020End: 31.12.2023

Short Description:

Overall goal


Ziel des Programms ist es, dass Partnerorganisationen in Lesotho und Uganda ihre gestärkten Kapazitäten zur Unterstützung der Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderungen nützen. Das Programm trägt zur Umsetzung von SDG 5 zu Geschlechtergerechtigkeit und SDG 10 zu Verringerung von sozialer Ungleichheit in Lesotho und Uganda bei.


Expected results


1. Partnerorganisationen in Lesotho und Uganda können das Thema Geschlechtergerechtigkeit in ihren Organisationsstrukturen berücksichtigen sowie in ihrer Arbeit integrieren und teilen dieses Wissen intern und mit wichtigen AkteurInnen. (SDG 5, SDG 10.3, 10.4, GAP II Target 19)

2. Partnerorganisationen integrieren Geschlechtergerechtigkeit in ihre Arbeit zu inklusiver Bildung. (SDG 4.5, GAP II Target 13)

3. Bis 2023 haben Frauen mit Behinderungen in den Programmregionen ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten erweitert. (SDG 5, SDG 10, GAP II Target 15)

4. Menschen mit Behinderungen, politische Verantwortliche und Angestellte des JLO Sektors in den Programmregionen sind für die Themen geschlechterbasierte Gewalt und Behinderung sensibilisiert, kennen und haben Zugang zu Schutz- und Rechtsmechanismen. (SDG 5.2, GAP II Target 7)

 


Target group / Beneficiaries


Das Programm wird in Uganda in den beiden Distrikten Kotido und Moroto, in Lesotho in 14 Gemeinden in 5 Distrikten Mohale’shoek, Mafeteng, Maseru rural, Berea and Leribe umgesetzt. Direkte Zielgruppe der Aktivitäten sind 2.797 Personen. Finale Zielgruppe der Aktivitäten sind Frauen und Mädchen mit Behinderungen in den Programmregionen in Uganda und Lesotho (etwa 20.000 Frauen und Mädchen mit Behinderungen). Ein Teil der Aktivitäten fokussiert direkt auf diese Zielgruppe, ein anderer Teil auf Lobbying und Advocacy für deren Rechte.


Activities


Zu Resultat 1:

• Geschlechtergerechtigkeit in DPOs (Disabled People's Organisations) stärken durch Trainings, Bewusstseinsbildung, interne Richtlinien und Maßnahmen zur Organisationsentwicklung.

• Stärkung der Zusammenarbeit mit Frauenorganisationen und –vertretungen, um Frauen mit Behinderungen in ihre Arbeit zu inkludieren.

• Lobbying und Advocacy Aktivitäten für die Verankerung von GAD (Gender and Disability) in Gesetzen und Budgets.

• Wissenstransfer und Kapazitätenstärkung zwischen und in DPOs.

Zu Resultat 2:

In Uganda:

• Gründung von Selbsthilfegruppen für Eltern und Betreuungspersonen von Kindern mit Behinderungen.

• Trainings für Selbsthilfegruppen zu inklusiver geschlechtergerechter Bildung, Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen u.ä.

In Lesotho:

• Gründung und Unterstützung von „Inklusiven Schulclubs“.

• Training für Lehrende zu inklusiver geschlechtergerechter Bildung.

• Lobbying Aktivitäten mit Hilfe von Kurzdossiers.

Zu Resultat 3:

• Spargruppen für Frauen mit Behinderungen gründen.

• Lobbying Aktivitäten für Zugang von Frauen mit Behinderungen zu Arbeit und Unterstützungsprogrammen.

• Trainings für Frauen mit Behinderungen zur Förderung der Gründung von Kleinunternehmen.

• Finanzielle Startunterstützung für Kleinunternehmen von Frauen mit Behinderungen.

Zu Resultat 4:

• Bewusstseinsbildung zum Zusammenhang von Behinderung und geschlechterbasierter Gewalt.

• Trainings für den Justiz- und Polizeisektor in Kotido und Moroto für angemessene Unterbringung für Menschen mit Behinderungen.

• Unterstützung von Frauen mit Behinderungen, die von geschlechterbasierter Gewalt betroffen waren, durch Vermittlung an zuständige Stellen und Hilfestellung bei rechtlichen Schritten.

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Context


Eine von sieben Personen weltweit lebt mit einer Behinderung. Bei Frauen und Mädchen steigt dieser Anteil auf eine von fünf Frauen weltweit, von denen schätzungsweise 80 Prozent im Globalen Süden leben. Diskriminierung aufgrund von Behinderung und Geschlecht führt häufig dazu, dass Frauen und Mädchen mit Behinderungen keinen Zugang zu lebensnotwendigen Leistungen haben und besonders häufig von Armut betroffen sind. Vor diesem Hintergrund zielt das Rahmenprogramm der Diakonie Austria darauf ab, einen Beitrag zur Inklusion von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in die Gesellschaft in Uganda und Lesotho zu leisten. Dabei sollen einerseits die Kapazitäten von Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen für Geschlechtergerechtigkeit gestärkt und organisatorisch verankert werden, andererseits fokussiert das Programm auf spezifische Interventionen zur Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in den Bereichen Bildung, wirtschaftliche Möglichkeiten und Schutz vor geschlechterbasierter Gewalt.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80 Prozent.

project number1980-01/2020
source of fundingOEZA
sector Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
tied0
modalityProject-type interventions
marker Gender: 2, Democracy: 2, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.