ReBuild II: Aufbau von Resilienz für Geflüchtete, intern Vertriebene und ihre Gastgemeinschaften in Äthiopien und Uganda Phase II



Contract partner: SOS-KinderdorfCountry: Subsahara-Afrika, regional/länderübergreifend Funding amount: € 500.000,00Project start: 01.01.2020End: 31.12.2021

Short Description:

Overall goal


Das Projekt zielt darauf ab, die Resilienz von Familien unter den intern Vertriebenen, Flüchtlingen und Gastgemeinden in Gode, Äthiopien und im Rwamwanja Flüchtlingscamp, Uganda, zu stärken.


Expected results


Erwartete Resultate:

1) Verbesserter Lebensunterhalt, Schwerpunkt auf umweltschonende Einkommensmöglichkeiten;

2) Verbesserung von Bewusstsein und Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit;

3) Verbesserung von Bewusstsein und Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich Kinderschutz;

4) Verbesserte Fähigkeiten von SOS und anderen Stakeholdern in der Umsetzung von Resilienzprogrammen in der ESAF (Eastern and Southern Africa) Region allgemein und in Äthiopien und Uganda im Besonderen.

 


Target group / Beneficiaries


Erste primäre Zielgruppe sind 700 Familien, davon ca. 2/3 mit einem weiblichen Haushaltsvorstand, sowie deren Kinder (ca. 1.100, unter 18 Jahre, davon 2/3 Mädchen) und Jugendliche (ca. 550, 18-24 Jahre, davon 2/3 Mädchen). Um eine nachhaltige Ermächtigung von Frauen, Kindern und Jugendlichen zu erreichen, sind die zweite primäre Zielgruppe Männer (speziell männliche Jugendliche, bereits oben mitgerechnet) und die weitere Gemeinschaft (religiöse Führer, Clanchefs, LeiterInnen von Grassroots-Organisationen, Regierungsbeamte, etc.). Diese werden durch Kapazitätsentwicklung und bewusstseinsbildende Interventionen erreicht, um Verständnis und Unterstützung für den Kontext der vulnerabelsten Gruppen in ihren Gemeinschaften zu entwickeln. Durch den erwarteten Multiplikatoreneffekt sollen so weitere 4.700 Menschen erreicht werden. Darüber hinaus stellen MitarbeiterInnen von SOS, CBOs (community based organisations), Lokalregierung und andere NGOs die dritte primäre Zielgruppe dar (33 MítarbeiterInnen, davon 20 Frauen).

Direkte Begünstigte insgesamt: ca. 8.100.

 


Activities


Schaffung des Zugangs zu Berufsbildung; Fördermaßnahmen hinsichtlich Entrepreneurship; Stärkung von Sparvereinen, Unterstützung im Aufbau von Wertschöpfungsketten und Marktzugängen; Unterstützung beim Start von einkommensfördernden Aktivitäten; Trainings für umweltfreundliche landwirtschaftliche Praktiken; kurzfristige Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten; psychosoziale Beratung und „life skills“ Trainings; Förderung von kinderfreundlichen Plätzen, "child right clubs" und "school clubs"; Bewusstmachen und Trainings zu Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltprävention („gender based violence“) sowie Kinderschutz; Förderung der Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen; Kapazitätsstärkung von lokalen Strukturen sowie der SOS Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Uganda, Äthiopien und der Ostafrika-Region hinsichtlich LRRD (Linking Relief, Rehabilitation and Development).


Context


Die Herausforderungen und Erkenntnisse aus dem Vorgängerprojekt ReBuild I sind in beiden Projektländern ähnlich. Besonders in Uganda hatten die Begünstigten sehr hohe materielle Erwartungen (Geld oder Hilfsgüter) aufgrund der bisherigen Erfahrungen von Abhängigkeit von Hilfsleistungen. Allerdings gilt dies auch für die BewohnerInnen der Gastgemeinden, deren Armutslevel oft dem der Flüchtlinge und intern Vertriebenen sehr ähnlich ist. Intern Vertriebene, Flüchtlinge und Gastgemeinden glauben, keine oder nur wenig Fähigkeiten und Möglichkeiten, mit ökonomischen Stresssituationen fertig zu werden, zu haben. Nachhaltige Optionen den Lebensunterhalt zu bestreiten sind nicht etabliert. Ausbildung und sozioökonomische Fähigkeiten von Jugendlichen und Frauen sind für den Arbeitsmarkt oder eine Gründung von Kleinstunternehmen nicht ausreichend vorhanden. Frauen sind aufgrund latenter Geschlechterdiskriminierung kaum in Entscheidungsprozesse eingebunden und erleben daher wenig ökonomische Teilhabe. Intern Vertriebene und Flüchtlinge sind oft traumatisiert und insbesondere Frauen und Mädchen von geschlechterbasierter Gewalt betroffen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 90 Prozent.

Förderung im Rahmen des ZGI Calls „Migration & Entwicklung“ (Phase 2).

 

project number2826-02/2020
source of fundingOEZA
sector Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
tied0
modalityProject-type interventions
marker Environment: 1, Climate change adaptation: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.