ReBuild - Resilience Building for Refugees, Internally Displaced People and Host Communities in Ethiopia and Uganda



Contract partner: SOS-KinderdorfCountry: Subsahara-Afrika, regional/länderübergreifend Funding amount: € 500.000,00Project start: 01.09.2017End: 31.12.2019

Short Description:

Overall goal


Ziel des Projekts ist es, zu einer gesteigerten Resilienz von intern Vertriebenen in Äthiopien, kongolesischen Flüchtlingen in Uganda und den jeweiligen aufnehmenden ansässigen Gemeinden beizutragen.


Expected results


1. Wirtschaftliche Ermächtigung: Anstatt auf Direktvergabe von Hilfsgütern angewiesen zu sein, werden die Projektbegünstigten gestärkt und unterstützt um Strategien zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, ihre Bedürfnisse selbstständig zu decken.

2. Psychosoziale Unterstützung und “Life skills”: Durch verbesserten Zugang zu sozialen Basis-Sozialleistungen, durch Bewusstseinsbildung in den Communities und den Erwerb von „Life Skills“ gewinnen die Menschen wieder Stabilität und die Gemeinschaften bauen Resilienz auf.

3. Geschlechtergerechtigkeit und Kinderschutz: Kinder sind auch unter “normalen” Umständen besonders schutzbedürftig - im Kontext einer Migrationsbewegung gilt das umso mehr. Frauen sind oft extremen Bedrohungen ausgesetzt (Ausbeutung, geschlechterbasierte Gewalt, etc.); Mädchen sehen sich einer Intersektionalität von Bedrohungen und Diskriminierungen gegenüber und sind daher besonders verletzlich und schutzbedürftig. Durch verbesserte Geschlechterbeziehungen werden insbesondere Frauen und Mädchen gestärkt und befähigt, ihr Leben und wichtige Entscheidungen mitzugestalten und mitzubestimmen.

4. Kapazitätsentwicklung: LRRD („Linking Relief, Rehabilitation and Development“) ist ein Ansatz, der im Diskurs der Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Aufbau von Resilienz ist zum großen Schlagwort geworden, angesichts der weltweiten Krisen und daraus resultierenden Migrationsbewegungen. In die Entwicklung der Kapazitäten von lokalen Nichtregierungsorganisationen, lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft und anderer örtlicher Strukturen zu investieren, um deren Fähigkeiten in der Planung, Implementierung und dem Monitoring von LRRD- Projekten zu stärken, ist ein wesentlicher Schlüssel zu einem nachhaltigen Resilienzaufbau in den Gemeinschaften.


Target group / Beneficiaries


In Äthiopien werden 270 intern Vertriebene und 80 Familien aus den aufnehmenden Gemeinden direkt mit Projektmaßnahmen erreicht. Hinzu kommen 80 MitarbeiterInnen der lokalen Regierung. Indirekt kommen die Auswirkungen der Interventionen 3.000 Gemeindemitgliedern zugute.

In Uganda zielt das Projekt direkt auf 200 Flüchtlingsfamilien und 100 Familien der aufnehmenden Gemeinden ab. Weiters sind 10 Anbieter von Sozialen Diensten direkt in Projektaktivitäten involviert.

Darüber hinaus werden die Kapazitäten von ca. 30 MitarbeiterInnen der lokalen Partnerorganisationen in Äthiopien und Uganda gestärkt.

Direkte Begünstigte insgesamt: ca. 3.100.


Activities


Basic Support Services (Gesundheit, Ernährung, Wasser, Sanitär); Schaffung des Zugangs zu Berufsbildung; Fördermaßnahmen hinsichtlich Entrepreneurship; psychosoziale Beratung und „life skills“ Trainings; Bereitstellung von Material für Bildung und Ausbildung; Bewusstmachen der Migrationsprobleme; Trainings für Führungspersonen in Gemeinden und lokale Regierungsbeamte; Bewusstmachen und Trainings zu Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltprävention („gender based violence“) sowie Kinderschutz; Förderung der Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen. Kapazitätsstärkung von lokalen Strukturen sowie der SOS Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Uganda, Äthiopien und der Ostafrika-Region.


Context


Sowohl in Äthiopien als auch in Uganda sind die Zielgruppen mit massiven wirtschaftlichen und psychosozialen Problemen konfrontiert. Die Situation von Frauen und Mädchen ist besonders prekär. Jugendliche finden kaum Arbeit und haben kaum Zugang zu Bildung. Familien können nur schlecht oder gar nicht für ihre Kinder sorgen. Aufgrund der knappen Ressourcen sind Spannungen zwischen den Flüchtlingen bzw. intern Vertriebenen und der ansässigen Bevölkerung vorprogrammiert. Unter dem wirtschaftlichen Druck auf beiden Seiten, aufgrund kultureller Unterschiede und politischer Instabilität leben die Menschen in den betroffenen Regionen in steter Unsicherheit. Oft kommt es zu mehreren Migrationsbewegungen in Folge, um den Problemen zu entkommen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 70 Prozent.

project number2826-12/2017
source of fundingOEZA
sector Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
tied0
modalityProject-type interventions
marker Gender: 1, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.