Fördersumme der Projekte nach Thema

Anzahl der Projekte 13
Fördersumme in Euro 25.517.900
Mit Projekten zum Thema werden Menschen erreicht. (Mehrfachzählungen können nicht ausgeschlossen werden)

Laufende Projekte weltweit

Mosambik galt viele Jahre als Erfolgsbeispiel für politischen Wandel und hat wichtige Fortschritte in sozialen Bereichen wie Bildung, Gesundheit, aber auch in der Armutsreduzierung gemacht. Durch einen wiederaufgeflammten politisch-militärischen Konflikt sowie einer tiefgehenden Wirtschafts- und Finanzkrise haben sich die Aussichten aber wieder verschlechtert. Im August 2019 konnte ein Friedensabkommen zwischen den Parteien FRELIMO und RENAMO erzielt werden, dennoch kommt es immer wieder zu Gewaltübergriffen. Diese führen dazu, dass immer mehr Menschen in Not geraten und von Vertreibung betroffen sind.

Mosambik zählt nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt: Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut, wobei die Not am Land am größten ist. Schon vor COVID-19 waren 1,6 Millionen Menschen von hoher Nahrungsmittelunsicherheit in Mosambik betroffen. Mit der Pandemie hat sich die Situation weiter verschärft. Österreich unterstützt Mosambik deshalb bei der Armutsminderung nicht nur auf nationaler Ebene, sondern insbesondere in der Schwerpunktprovinz Sofala. Die Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit durch nachhaltige landwirtschaftliche Produktion sowie ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene stehen dabei im Vordergrund. Zu bewältigen gilt es in naher und mittelfristiger Zukunft auch die Auswirkungen der beiden verheerenden Zyklone, die Mosambik im Frühjahr 2019 heimgesucht haben.

Mosambik ist seit 1992 ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit Mosambik wird über das Auslandsbüro der Austrian Development Agency in der Hauptstadt Maputo koordiniert.

Nahrung sichern und Einkommen schaffen

Seit 2005 unterstützt Österreich Mosambik mit direkten Beiträgen in den Etat des Landwirtschaftsministeriums und trägt so dazu bei, eine nachhaltige und inklusive Entwicklung in besonders benachteiligten Regionen zu ermöglichen. So werden etwa Kleinbäuerinnen und -bauern in Sofala mit klimaresistenten Anbaumethoden und innovativen Technologien vertraut gemacht. Mithilfe neuer Anbaumethoden und Technologien sollen sie produktiver, gewinnbringender und ökologischer produzieren, was nicht zuletzt durch den Nexus zu nachhaltiger Wassernutzung und erneuerbarer Energie ermöglicht wird. Frauen werden besonders unterstützt und ihre ökonomische Selbstständigkeit als Bäuerinnen gefördert. Durch enge Zusammenarbeit mit der Regierung in Sofala wird die bis dato sehr geringe staatliche Hilfe für die Ärmsten der Armen durch konkrete landwirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen ergänzt. Durch gezielte Schulungen als auch durch besseren Zugang zu Trink- und Nutzwasser sowie erneuerbarer Energie werden Kleinbäuerinnen und -bauern dabei unterstützt ihre landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen und an den Klimawandel anzupassen. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Lebensmittelsicherheit der ländlichen Bevölkerung geleistet.

Ziel der Programme und Projekte ist, die Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen den Klimawandel zu stärken und Frauen dabei zu unterstützen, Einkommen zu generieren und wirtschaftlich unabhängig zu werden.

Wasser ist Leben - und ein Menschenrecht

Darüber hinaus unterstützt die ADA im Sektor Wasser und Siedlungshygiene den dringend notwendigen Auf- und Ausbau der Trinkwasser- und Sanitärversorgung in ländlichen Gebieten Mosambiks. Gemeinsam mit anderen Entwicklungspartnern unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit die nationale Korbfinanzierung PRONASAR und fördert zusätzlich mit dem Projekt "Agua Sofala" auch direkt auf Provinzebene dringend nötige Investitionen.

Demokratische Strukturen stärken

Der noch junge Staat Mosambik hatte nach dem nationalen Befreiungskampf und jahrzehntelangen Bürgerkrieg keinen leichten Start in eine moderne Mehrparteiendemokratie. Deshalb kofinanziert die ADA eine breitgefasste Initiative der Europäischen Union zur weiteren Vertiefung der Demokratie in Mosambik. Dieses von International IDEA umgesetzte Programm trägt zur Konsolidierung der Demokratie in Mosambik bei, indem es die Fairness, Transparenz und Glaubwürdigkeit von Wahlprozessen im Land unterstützt und die Kapazitäten der gewählten Vertreterinnen und Vertreter sowie der demokratischen Institutionen stärkt. Auf Geschlechtergleichstellung wird dabei großer Wert gelegt.