Die Länder in der Region Südosteuropa können beachtliche Erfolge in Bezug auf Demokratisierung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit vorweisen. Die politische Situation ist aber nicht überall stabil. Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Armut bleiben weiterhin Herausforderungen. Die europäische Integration ist für einige Länder ein konkretes Ziel, für andere dienen die Standards der Europäischen Union als Orientierung.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit möchte mit ihrem Engagement in Südosteuropa einen Beitrag zur politischen Stabilisierung, wirtschaftlichen Entwicklung und Sicherheit in der Region leisten.

Annäherung an die EU und Regionale Integration

Die Austrian Development Agency unterstützt hier einerseits einzelne Länder mit konkreten Reformprojekten bei ihrer Annäherung an die Europäische Union, andererseits die regionale Integration der südosteuropäischen Länder. Grenzüberschreitende Aktivitäten sollen die Zusammenarbeit in der Region stärken. Gemeinsame Herausforderungen stehen dabei im Mittelpunkt. Synergien mit der österreichischen Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen werden aktiv genutzt.

So stärken die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und ihre Partner vor Ort zum Beispiel die Kapazitäten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Ministerien für Arbeit und Soziales und den Arbeitsmarktserviceeinrichtungen auf nationaler Ebene und unterstützen gleichzeitig den regionalen Austausch dieser Institutionen. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Erhöhung der Beschäftigungsrate von Menschen, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind (etwa Langzeitarbeitslose, ältere Menschen und Menschen aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen wie ethnischen Minderheiten).

Bildung modernisieren

Die Verbesserung der Bildungssysteme der Länder Südosteuropas ist ein wesentliches Ziel der ADA. Hochschulbildung und Berufsausbildung werden an die Anforderungen des Arbeitsmarktes und an EU-Standards angepasst. Jugendliche werden in Übungsfirmen geschult und mit lokalen Wirtschaftsunternehmen vernetzt.

Natürliche Ressourcen nachhaltig managen

Der Klimawandel und Umweltprobleme kennen keine Grenzen. Umweltaspekte sind auch ein wichtiges Element im EU-Annäherungsprozess. Die Austrian Development Agency unterstützt die Länder der Region daher beim Schutz natürlicher Ressourcen und bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen gegen die Auswirkung des Klimawandels. Das umfasst sowohl die Anpassung an den Klimawandel als auch dessen Eindämmung. Regionale Projekte stärken Kapazitäten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ministerien, die beispielsweise über die Nutzung natürlicher Ressourcen in ihrem Land entscheiden, und fördern die regionale Zusammenarbeit. Beispiele sind hier integriertes Wasserressourcenmanagement und die nachhaltige Planung von Infrastrukturmaßnahmen.