Aktive JungwählerInnen für eine starke Zivilgesellschaft in Moldawien



Projektträger: Hilfswerk International GmbHLand: Moldova Fördersumme: € 234.000,00Beginn: 01.09.2018Ende: 30.11.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist es, junge WählerInnen und ErstwählerInnen in 24 Gemeinden in Moldawien zu ermächtigen und befähigen, aktiv an politischen und Entscheidungsprozessen sowie an Gemeinschaftsinitiativen teilzunehmen. (Beitrag zu SDGs 4 - Quality Education, 5 - Gender Equality, 16 - Peace, Justice and Strong Institutions, 17 - Partnerships for the Goals).


Erwartete Ergebnisse


1: Junge WählerInnen und ErstwählerInnen in 24 Zielgemeinschaften haben ihr Bewusstsein für die Prinzipien von Bürgerbeteiligung und demokratischen Prozessen erhöht.

2: WählerInnen und ErstwählerInnen in 24 Zielgemeinschaften haben ihre Fähigkeiten und Führungskompetenzen verbessert, um sich für ihre Rechte einzusetzen und sich in Wahl- und Entscheidungsprozessen zu engagieren.

3: Ein effektiver demokratischer Dialog zwischen Entscheidungsträgern und jungen und ErstwählerInnen ist etabliert.

4: Nachhaltige Plattformen zur Förderung der Wissensgenerierung, des Erfahrungsaustausches und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements und der Wahlbeteiligung von Jugendlichen sind eingerichtet.


Zielgruppe


Direkte Begünstigte:

1: Mindestens 2.400 junge WählerInnen und ErstwählerInnen (24 x100) von 24 Zielgemeinden, davon mindestens 1.200 junge Frauen.

2: Mindestens 720 (24 x 30) VertreterInnen der zentralen und lokalen Behörden, Wahlverwaltungsorgane, PädagogInnen, VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen (CSOs).

3: Mindestens 200 VertreterInnen von Bildungseinrichtungen.


Indirekte Begünstigte:

Mindestens 15.000 junge Menschen (einschließlich benachteiligte Jugendliche) aus 24 Zielgemeinden durch Sensibilisierungskampagnen;

mindestens 45.000 junge Menschen und mindestens 500.000 Bürger aus den Ziel - und Nachbargemeinden der 8 Zielregionen durch Informationskampagnen;

mindestens 48.000 Bürger aus 24 Zielgemeinden durch Jugend-Mikroprojekte.


Maßnahmen


Sensibilisierungskampagnen; Einrichtung von Informationsecken in Jugendzentren und / oder Jugendräten; Ausarbeitung eines Toolkits zur Gleichstellung von Frauen und Männern; Simulationswahlprogramm für junge WählerInnen und ErstwählerInnen in allen Zielgemeinschaften; Leadership Sommer Camp; Micro-grants (kleine Jugendprojekte); Durchführung eines Studienbesuchs für Jugendliche und relevante Interessengruppen in Österreich; gemeinsame Arbeitssitzungen von relevanten Interessengruppen (zentralen und lokalen Behörden, WahladministratorInnen, PädagogInnen und CSO-VertreterInnen); runde Tische (junge Menschen und ErstwählerInnen und wichtige Stakeholder); Engagieren von jungen WählerInnen und ErstwählerInnen bei der Wahlbeobachtung während der bevorstehenden Wahlen (2018 und 2020); Einrichtung eines Online-Wissenszentrums; Einrichtung einer Online-Jugendplattform (Newsletter, Toolkits, Online-Diskussionen, Blogs) für soziale Netzwerke und eine breitere Öffentlichkeitsarbeit für die am stärksten benachteiligten Jugendlichen in abgelegenen ländlichen Gebieten; Treffen mit Bildungseinrichtungen zur Förderung des Methodologischen Leitfadens für Simulationskampagnen als pädagogisches Instrument.


Hintergrundinformation


Die mangelnde Einbeziehung und Beteiligung der Jugend am öffentlichen und politischen Leben stellt ein großes Problem in der Republik Moldau. Trotz der Existenz von mehreren Informationsstrukturen und Netzwerken hat eine große Anzahl von jungen Menschen keinen Zugang zu Informationen darüber, wie sie am demokratischen Leben teilnehmen können und sollten. AbsolventInnen haben ein begrenztes Verständnis für die Funktionen der staatlichen Institutionen, die Mechanismen der Bürgerbeteiligung und der Beteiligung am politischen Leben. Die Schullehrpläne behandeln diese Themen unzureichend. Es mangelt an einem starken Bewusstsein für die Bedeutung der demokratischen Regeln und Verfahren im Allgemeinen und über die Rolle und die Bedeutung der Wahlen im Besonderen. Vielen ErstwählerInnen ist nicht einmal bewusst, dass sie im Alter von 18 abstimmen dürfen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 65 Prozent.

Projektnummer8108-02/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.