Begegnung mit Gästen 2018 -2020



Projektträger: Welthaus Diözese Graz-SeckauLand: Austria Fördersumme: € 180.000,00Beginn: 01.01.2018Ende: 31.12.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Einladung von Gästen aus Partnerorganisationen in Entwicklungsländern und deren Begegnung mit Dialoggruppen in sechs verschiedenen Bundesländern Österreichs ist zentrales Element der Bildungsarbeit der Welthaus-Organisationen in diesem Programm. Der Einblick in den Alltag des jeweils anderen und der Austausch mit ExpertInnen ermöglicht Gästen und Dialoggruppen den Blick über die eigene Lebensrealität hinaus. Globale Themen werden auf lokale, konkrete, persönliche Erfahrungsebenen herunter gebrochen. Empathie schafft Respekt und Verständnis füreinander und die Bereitschaft, voneinander und miteinander zu lernen.


Erwartete Ergebnisse


Die Gäste sind jährlich für 4 – 5 Wochen in sechs Bundesländern unterwegs. Für 2018 ist die Einladung von Gästen aus den Philippinen zum Schwerpunktthema „Land ist Leben“ – vorgesehen. Die Folgen des exzessiven Bergbaus sind auf den Philippinen an vielen Orten sicht- und spürbar. Die abgebauten Rohstoffe landen in unseren Smartphones, Tablets, und Solarpanelen. Die Gäste stellen einen direkten Zusammenhang zwischen ihrer Lebenswelt und dem Alltag hier in Österreich her. 2019 kommen die Gäste aus Mali und Senegal, 2020 aus Kolumbien. Persönliche Begegnung und respektvoller Dialog zwischen PartnerInnen im Globalen Süden und den Dialoggruppen in Österreich stehen im Mittelpunkt der verschiedenen Veranstaltungsformate. Die Veranstaltungen, Workshops, Lehrer- und MultiplikatorInnenfortbildungen und Fachgespräche erreichen etwa 3500 Erwachsene und 4000 Jugendliche. Die Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet 18 Presseaussendungen, 20 Presseinterviews und 120 Presseclippings.

 


Zielgruppe


Zielgruppe sind EntscheidungsträgerInnen, MultiplikatorInnen, fachspezifische ExpertInnen, Erwachsene, SchülerInnen und Studierende in den Bundesländern Wien, NÖ, OÖ, Steiermark, Kärnten und Tirol. Die Themenfindung und –umsetzung erfolgt in jährlichen Etappen, die Veranstaltungen werden in den Kontext der verschiedenen Netzwerke eingebettet.


Bei den Dialoggruppen und KooperationspartnerInnen handelt es sich zum Teil um langfristige Kooperation, wie Stadtbibliotheken in Bezirksstädten und Gemeinden, die die Regionalisierung in den einzelnen Bundesländern stärken. Andererseits werden je nach Thema bei Fachgesprächen neue DialogpartnerInnen passend zum Thema eingebunden.


Dem Programm liegt ein fundiertes Konzept zugrunde, von der Auswahl und Vorbereitung der Gäste, über zielgruppenspezifische, methodisch/didaktische Aufbereitung von Materialien und der Durchführung bis hin zur Kooperation mit geeigneten VeranstaltungspartnerInnen in und außerhalb des entwicklungspolitischen Kontextes. Durch einen begleitenden Qualitätsprozess wurden gemeinsame Standards geschaffen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.


Maßnahmen


Für den dreijährigen Programmzeitraum werden folgende Aktivitäten umgesetzt:

60 Veranstaltung mit Erwachsenen, 80 Workshops mit Jugendlichen, 6 Workshops mit Studierenden, 9 LehrerInnen/MultiplikatorInnenfortbildungen, 6 Gespräche mit EntscheidungsträgerInnen, 3 Veranstaltungen im öffentlichen Raum, 45 Fachgespräche, 20 Presseinterviews, 18 Presseaussendungen, 120 Presseclippings, Berichte und Kommentare in den sozialen Medien

 


Hintergrundinformation


Das Projekt wird für den Projektzeitraum von 3 Jahren bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 586.740,- in der Höhe von Euro 180.000,- (30,68 %) gefördert.

Projektnummer2397-12/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied180000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.