Begleitung und Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen in Guatemala



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Guatemala Fördersumme: € 48.000,00Beginn: 01.01.2019Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist die gender-fokussierte Stärkung von Kapazitäten zur effektiven juristischen Verteidigung, Begleitung und Schutz von kriminalisierten MenschenrechtsverteidigerInnen in Guatemala. (Beitrag zu SDG 16, sowie EU GAP Ziele 18 und 20)

 


Erwartete Ergebnisse


1: 100 Prozent der ausgewählten Fälle erhalten adäquate rechtliche Hilfe mit Gender-Berücksichtigung.

2: Die kriminalisierten MenschenrechtsverteidigerInnen sind physisch, psychologisch und sozial unversehrt, was ihnen erlaubt, sich ihren juristischen Prozessen zu unterziehen.

3: Die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigerinnen ist öffentlich sichtbar gemacht.


Zielgruppe


Direkt unterstützt werden 14 offene juristische Fälle von MenschenrechtsverteidigerInnen (8 Frauen und 6 Männer). Weitere 300 Frauen und Männer, die in der Verteidigung ihrer Rechte bezüglich Land, Umwelt und natürlicher Ressourcen aktiv sind, sowie die Familien und Organisationen, denen sie zugehören (in den Departements Huehuetenango, Quiché und Guatemala).

Indirekt profitieren die verschiedenen Netzwerke von MenschenrechtsverteidigerInnen in Guatemala, sowie die Bevölkerung in deren Einzugsgebiet, Staatsanwälte, Richter, die Anklagevertretung, das nationale Institut für forensische Forschung, etc.


Maßnahmen


Auswahl von breitenwirksamen “Vorzeigefällen” kriminalisierter Personen, die in der Verteidigung von natürlichen Ressourcen tätig waren, welche als Präzedenzfälle dienen können, Sicherstellung der rechtlichen Betreuung, Analyse und Erarbeitung von Verteidigungsstrategien, Gutachten und technischen Studien, Sicherstellung der rechtlichen Begleitung der Fälle kriminalisierter MenschenrechtsverteidigerInnen in den juristischen Verteidigungsprozessen, Erstellung und Durchführung eines Sicherheitsplans, Durchführung von Begleitungen (psychosoziale und weitere notwendige Betreuung), Entwurf und Umsetzung einer sozialen Kommunikationsstrategie zur Bekanntmachung von ausgewählten Fällen kriminalisierter MenschenrechtsverteidigerInnen, Veröffentlichung der Situation der juristischen Fälle durch Kommunikationsmedien und soziale Netzwerke, Veröffentlichung einer pädagogisch aufbereiteten Systematisierung über einen ausgewählten Fall.


Hintergrundinformation


Bufete Jurídico de DDHH und UDEFEGUA blicken auf eine bereits 10-jährige Zusammenarbeit und sind maßgebliche Akteure im Bereich Unterstützung, Schutz und Vertretung von bedrohten MenschenrechtsverteidigerInnen in Guatemala. Die betroffenen Personen, die aufgrund ihrer Arbeit zur Verteidigung von Menschenrechten und natürlichen Ressourcen bedroht und/ oder kriminalisiert werden, begrüßen die Unterstützung durch die Organisationen, die ihnen Schutz und rechtliche Begleitung zukommen lassen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 11,91 Prozent.

Projektnummer2325-03/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Democracy: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.