Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung und Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit in der Region Boucle de Mouhoun



Projektträger: Privatstiftung Hilfe mit Plan ÖsterreichLand: Burkina Faso Fördersumme: € 300.000,00Beginn: 01.11.2018Ende: 31.10.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Schaffung eines sozialen Umfelds, das zur Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung und zur Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Frauen und Mädchen in der Region Boucle de Mouhoun in Burkina Faso beiträgt.


Erwartete Ergebnisse


Resultat 1: Die Zielgemeinden haben ihr Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit, Familienplanung und diesbezügliche Rechte, sowie über die potenziellen Schäden durch weibliche Genitalverstümmelung verbessert und zeigen eine förderliche Einstellung gegenüber der Abschaffung der Praktik.

Resultat 2: Die Gesundheits- und Sozialdienste im Projektgebiet sind gestärkt, um von Genitalverstümmelungen betroffene Frauen und Mädchen angemessen versorgen zu können sowie ein verbessertes Angebot zur reproduktiven Gesundheit und Familienplanung für Frauen und Mädchen zur Verfügung zu stellen.

 


Zielgruppe


Direkt von den Projektmaßnahmen profitieren werden: 30.000 Frauen, 12.000 Mädchen, 24.000 Männer, 18.000 Jungen, 3.750 Führungspersönlichkeiten, 120 Gesundheitsfachkräfte und 20 SozialarbeiterInnen. Darüber hinaus werden 752 Mädchen/Frauen, die unter den Folgen von Genitalverstümmelung leiden, von Maßnahmen zu medizinischer Versorgung und sowie psychosozialer Betreuung profitieren.

Indirekt werden 62.500 Frauen, 16.250 Mädchen, 69.000 Männer und 12.375 Jungen in den Gemeinden, vor allem durch Sensibilisierungsmaßnahmen, erreicht.


Maßnahmen


Die Hauptaktivitäten umfassen Sensibilisierungsmaßnahmen, Schulungen, Lobbyarbeit sowie die Unterstützung der Datenerhebung von Beschneidungsfällen.


Hintergrundinformation


In Burkina Faso bleibt die Prävalenz der von Beschneidung betroffenen Frauen in der Region Boucle du Mouhoun trotz der nationalen Gesetzgebung zum Schutz von Frauen und Mädchen hoch (70,30% laut Demografie- und Gesundheitsumfrage, Enquête Démographique et de Santé, 2010). Die hohe Prävalenz ist in vorhandenen Traditionen, sozialen Normen und Werten in der Gesellschaft begründet. Betroffene Frauen und Mädchen sind von mehr oder minder schweren Folgen der Beschneidung betroffen, die zu Komplikationen bei der Geburt, in sexuellen Beziehungen und für den allgemeinen gesundheitlichen Zustand der Betroffenen führen können.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 66,67 Prozent.

Projektnummer2833-02/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 2, Reproductive health: 2, Democracy: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.