Beratungszentrum für von häusliche Gewalt betroffenen Frauen und Kinder, Mitchell's Plain



Projektträger: UNODC - United Nations Office on Drugs and Crime - Abt. UNODC/CPS und Abt. UNOC/FRMSLand: South Africa Fördersumme: € 484.000,00Beginn: 01.02.2007Ende: 31.03.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Südafrika ist ein Pilotland für ein joint programming der EK, der EU Mitgliedsstaaten und Regierung Südafrikas. Die OEZA hat sich aktiv an diesem Prozess beteiligt und der OEZA Beitrag stellt eine minimale Intervention dar (nicht langfristig sondern mittelfristig) komplementär zum EU/RSA-Prozess. Die OEZA fördert in Südafrika im Rahmen der Dezentralisierung / local government die Kapazitätsentwicklung der subnationalen staatlichen Verwaltung und Empowerment der zivilen Bevölkerung in der Planung und Umsetzung nationaler Entwicklungspläne.


Südafrika hat in 1995 die Convention on the Elimination of All Forms of Discrimation Against Women ratifiziert. Davon abgeleitet wurde der National Policy Framework for Women's Empowerment and Gender Equality erarbeitet, dessen Umsetzung auch die Aufgabe der Administrationen auf subnationaler Ebene ist. Gerade das Thema häusliche Gewalt gegen Frauen und Kindern stellt in Südafrika ein großes Hindernisse für eine gleichberechtigte Entwicklung von Frauen dar. UNODC ist einer der Hauptpartner der Regierung Südafrikas in Bearbeitung dieser entwicklungspolitischen Problematik. Eine Maßnahme der Problemlösung ist die Einrichtung von Krisenzentren für Frauen und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt sind. Die OEZA gemeinsam mit UNODC und den Provinzregierungen in Mpumalanga, Eastern Cape und Northern Cape hat bereits erfolgreich die Einrichtung von 3 solcher Krisenzentren gefördert.


Nun wird die Einrichtung ein weiteres in Mitchell's Plain, Western Cape gefördert. Die Leistungen des Zentrums werden sein: Unterkunft für und psychologische und rechtliche Betreuung von Opfern; Counselling von Opfern und Täter in Zusammenarbeit mit den relevanten staatlichen Strukturen, NGOs und anderen UN Organisationen; Sensibilisierung (hier vor allem der zivilen Bevölkerung) und rechtliche Ausbildung (hier vor allem MitarbeiterInnen auf allen Ebenen der Gerichtsbarkeit), dass Gewalt gegen Frauen und Kinder eine Straftat darstellt.

Projektnummer1879-00/2007
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.