Berufsbildung Erneuerbare Energie in Burkina Faso - LandV



Projektträger: Diverse TrägerLand: Burkina Faso Fördersumme: € 1.350.000,00Beginn: 01.11.2018Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt soll zu einem verbesserten Zugang zu Energie in Burkina Faso mit Hilfe von besseren Ausbildungsmöglichkeiten und mehr Arbeitsplätzen im Bereich Erneuerbare Energien beitragen. Dies soll vor allem durch eine nachhaltige Verankerung einer neuen und qualitativ hochwertigen Fachrichtung „Erneuerbare Energie“ in beruflichen Gymnasien (Lycées Professionnels) im gesamten Landesgebiet von Burkina Faso erreicht werden.


Erwartete Ergebnisse


- Partnerschulen und andere Bildungseinrichtungen verfügen über Photovoltaik-Anlagen zur teilweisen Deckung des eigenen Strombedarfs;

- Unternehmen haben ein verbessertes Angebot an praxisbezogenen und bedarfsorientierten Berufsweiterbildungen im Bereich Erneuerbare Energie und Energieeffizienz durch maßgeschneiderte Fortbildungsmodule

- Die institutionellen Kapazitäten in den Partnerschulen sind durch einen partizipativen Schulentwicklungsprozess gestärkt. Eine Partnerinstitution kann diese in Zukunft durchführen

- Eine Partnerschaft zur sozialen Mobilisierung, Einbeziehung der Interessengruppen und verstärkten Praxisorientierung in der Berufsausbildung im Bereich Erneuerbare Energie ist etabliert

Die Kompetenzen der Lehrkräfte im Bereich Erneuerbare Energie sind gestärkt

- Die Partnerschulen sowie die Universität Koudougou (ENS-UK) verfügen über adäquate Schulungs- und Trainingsanlagen sowie über didaktisches Material für die Vermittlung von Wissen im Bereich Erneuerbare Energie

- Adäquate und koordinierte Lehrpläne für die Ausbildung im Bereich Erneuerbare Energie sind entwickelt


Zielgruppe


In der ersten Phase wird das Projekt mit folgenden direkten Zielgruppen arbeiten:

– Die DirektorInnen und Mitglieder der Schulverwaltung an den 4 Partnerschulen

– Ca. 20 FachlehrerInnen an den 4 Partnerschulen

– Ca. 180 SchülerInnen an den 4 Partnerschulen

– Ca. 300 Klein- und Mittelbetriebe im Bereich Photovoltaik

Die lokalen Partner für die Umsetzung des Projekts in der Phase I sind:

– Mindestens 3 staatliche berufliche Gymnasien mit einem Fachbereich Elektrotechnik auf Oberstufen-Niveau (Abschluss Brevet d’Etudes Professionnelles (BEP) Electrotechnique)

– Mindestens 1 privates berufliches Gymnasien mit einem Fachbereich Elektrotechnik auf Oberstufen-Niveau (Abschluss Brevet d’Etudes Professionnelles (BEP) Electrotechnique)

– Ministerium für nationale Bildung und Alphabetisierung (MENA)

– Die Ecole Normale Superieur der Hochschule in Koudougou

– Klein- und Mittelbetriebe im Bereich Erneuerbare Energie

– Leitbetriebe wie zum Beispiel der staatliche Stromversorger SONABEL

– Coalition Nationale des Organisations de la Société Civile (OSC) pour la Promotion des Energies Renouvelables et l’Accès à l’Energie Durable au Burkina Faso (CNPDER-BF)

– Agence National des Énergies Renouvelables et de l’Efficacité Energétique (ANEREE)

Das Gesamtprojekt hat 5855 direkt Betroffene.

 


Maßnahmen


Die geplanten Aktivitäten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Bedarfsanalyse, Auswahl der Schulen/Bildungseinrichtungen, Planung/Beschaffung/Installation/Wartung von Photovoltaikanlagen;

- Bedarfsanalyse, Konzeption von Fortbildungsmodulen, Vereinbarungen mit Schulungsanbietern, Ausschreibung von Schulungen und Auswahl der TeilnehmerInnen, Durchführung von Berufsweiterbildungen;

- Vorbereitung, Konzeption, Durchführung, Evaluierung von Schulentwicklungsprozessen (gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg);

- Etablierung einer Partnerschaft zwischen Schulen und Wirtschaft (duale Ausbildung), Öffentlichkeitsarbeit zur Attraktivierung der Berufsausbildung im Bereich Erneuerbare Energien

- Auswahl von FachlehrerInnen und deren Fort-, Weiter- und Ausbildung

- Bedarfsanalyse, Erstellung/Kauf, Vergabe von didaktischem Material

- Analyse der Lehrpläne, modulare Lehrplanentwicklung, Validierung der Lehrpläne und deren Integration in das Schulsystem

 


Hintergrundinformation


Das vorliegende Projekt ist über einen Gesamtzeitraum von ca. neun Jahren von 2018 bis 2027 angelegt. Die Durchführung ist in drei Phasen mit einer Dauer von jeweils drei Jahren vorgesehen. Die erste Phase ist für einen Zeitraum von 38 Monaten geplant (1. November 2018 bis 31. Dezember 2021).

Das Projekt wird zu 90% vom Land Vorarlberg finanziert und direkt mit einem Projektteam im Koordinationsbüro der OEZA in Ouagadougou umgesetzt.

 

Projektnummer2837-00/2018
Mittelherkunft
Sektor Energiegewinnung, -Verteilung und -Effizienz, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Climate change mitigation: 1, Gender: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.