Betroffene von Stauseen in Brasilien



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Brazil Fördersumme: € 123.000,00Beginn: 01.01.2013Ende: 30.06.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Oberziel des Projekts ist die Verminderung des Risikos von Menschenrechtsverletzungen und der Verarmung von Gruppen, die von Staudämmen betroffen sind, unter besonderer Berücksichtigung von Frauen.

Projektziel ist die Stärkung der Kontrollmechanismen der Zivilgesellschaft bezüglich möglicher Menschenrechts-verletzungen bei der Planung, Errichtung und Betreibung von Staudämmen.

Der Bau von Staudämmen und Stauseen betrifft besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen: Kleinbauern und -bäuerinnen, Indigene, FlussanrainerInnen und traditionelle Gemeinschaften in ländlichen Gebieten, wo ein Viertel der Bevölkerung in extremer Armut lebt und der Zugang zu Wasser und Siedlungshygiene, Energieversorgung, Gesundheitseinrichtungen und Schulen beschränkt ist. Für diese Gruppen ist ihr Land Arbeitsplatz und zentraler Lebensraum. Geht dieser verloren, wird auch das soziale Gefüge beeinträchtigt oder zerstört. Am stärksten betroffen sind Frauen, alte Menschen, Kinder und Jugendliche, Behinderte.


Erwartete Resultate:

1. Von Stauseen Betroffene sind zu Menschenrechten, Verhandlung und Konfliktlösung ausgebildet.

2. Von Stauseen Betroffene haben verbesserte Kapazitäten, um sich für die Einhaltung und gegen die Verletzung ihrer Rechte zu vernetzen und zu organisieren.

3. Empowerment der betroffenen Frauen und höhere Beteiligung in Entscheidungsgremien.

4. Stärkeres Bewusstsein in der Öffentlichkeit über die Situation der von Stauseen Betroffenen in Brasilien.


Direkte Zielgruppe: 2.200 Familien auf dem Land, Indigene, FlussbewohnerInnen, traditionelle Gemeinschaften sowie Quilombos (Nachfahren von Sklaven), die in 220 Basisgruppen innerhalb des MAB (der Bewegung der von Staudämmen Betroffenen) organisiert sind; insgesamt etwa 10.000 Personen, davon mindestens 3.300 Frauen.

Indirekt werden bis zu 1 Million von Stauseen Betroffene in ganz Brasilien begünstigt, sowie ein Teil der brasilianischen Öffentlichkeit, der über die Kommunikationsarbeit erreicht wird.

Projektnummer2325-05/2013
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.