Bio-Landwirtschaft in Bosnien und Herzegowina



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Terravera Austria GmbHLand: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 500.000,00Beginn: 01.01.2011Ende: 31.12.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Bosnien und Herzegowina war aufgrund perfekter Bedingungen traditionell ein Lebensmittelexporteur: Die Boden- und Klimabedingungen sind besonders günstig, zudem sind 50% des Landes landwirtschaftlich, 48% forstwirtschaftlich nutzbar. Der Krieg hat die landwirtschaftliche Produktion zum Erliegen gebracht und die Nahrungsmittelindustrie zerstört, der Transformationsprozess hat zu einer Zerschlagung der kollektiven Strukturen geführt. Landwirtschaft bedeutet daher für viele ländliche Familien Subsistenzwirtschaft.

Ziel des Projekts ist es, auf breiter Basis bio-landwirtschaftliche Produktions- und Vermarktungsstrukturen zu schaffen. Es geht um maximale lokale Wertschöpfung und die Entwicklung einer hochwertigen Produktpalette, die in den Märkten der EU abgesetzt werden kann.

Dreh- und Angelpunkt ist der genossenschaftliche Dachverband Agroneretva, der mit seinen Mitgliedsgenossenschaften in Sachen Organisation und Management gestärkt werden soll. Über den Verband werden Kleinbauern auf Basis eines Kooperantensystems zu Produkten und Anbaumethoden beraten und geschult und so in die Lage versetzt, über die österreichischen Unternehmen nachgefragte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Getreide, Obst, Gemüse) in entsprechender Menge und Qualität zu liefern. Dazu ist es erforderlich, sämtliche Flächen und Betriebe mit Bio-Zertifikaten zu versehen. Zudem wird ein Maschinenring geschaffen, der den Mangel an Maschinen beheben soll. Parallel dazu entsteht eine landwirtschaftliche Handels- und Servicegesellschaft, die für die Vermarktung der Produkte in Richtung EU sorgen, und dafür eigene Biomarke entwickeln wird.

Profitieren wird überwiegend die Bevölkerung in entwicklungsschwachen ländlichen Regionen. Unmittelbar steigt das Einkommen der beteiligten Familien, mittelbar können diese in die Ausweitung ihrer Produktion investieren. Das Projekt zeigt Perspektiven für die gesamte Landwirtschaft des Landes auf, das das Potenzial hat, ein wichtiger Lieferant von Bioprodukten zu werden.

Projektnummer2550-12/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.