Biogas4Burkina Faso



Projektträger: Universität InnsbruckLand: Burkina Faso Fördersumme: € 40.000,00Beginn: 01.06.2009Ende: 30.06.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist es, durch den Einsatz von nachhaltig erneuerbarer Energie (Biogas) die Nutzung vorhandener Infrastruktur zu verbessern. Der positive Einstieg über die Energieversorgung soll zu weiteren Aktivitäten in der ländlichen Entwicklung führen. So kann das anfallende Restwasser nach der Vergärung für die "fertigation" (Kombination von Düngung (fertilisation) und Bewässerung (irrigation) verwendet werden. Dies ermöglicht die Anlegung eines Gemüsegartens zur Versorgung der Schule bzw. von Versuchsflächen der Université Polytechnique de Bobo-Dioulasso zur Verbreitung angepasster verbesserter landwirtschaftlicher Praktiken (Agroforstwirtschaft, Fodderbanks etc.). Auf der anderen Seite soll die Pilotanlagen für die Ausbildung von Technikern am Lycée Professionnel in der Wartung von Biogasanlagen genutzt werden. Zielgruppe ist die ländliche Bevölkerung im Dorf Sidi, 50 km westlich von Bobo Dioulasso, der zweitgrößten Stadt von Burkina Faso, weiters WissenschaftlerInnen, Studierende der Université Polytechnique de Bobo-Dioulasso, Lehrkörper, Schülerinnen und Schüler des Lycée Professionnel in Bobo Dioulasso

Aktivitäten:

Resultat 1: Zwei funktionierende Biogasanlagen im ländlichen Raum sind in Betrieb: Planung, Bau und Errichtung der ersten Pilotanlage; Erstellung eines Wartungsplanes; Dokumentation der technischen und sozioökonomischen Funktionsweise durch lokales Personal; Entscheidung über Standort zweiten Pilotanlage; Planung und Errichtung der zweiten Anlage.

Resultat 2: Die Biogasanlagen werden als Standorte für Interventionen zur nachhaltigen Verbesserung der Landwirtschaft genutzt: Errichtung eines Demonstrationsgartens für Fertigation und verbesserte Gemüseproduktion; Errichtung von Demonstrationsflächen für den Anbau von Futterbäumen.

Resultat 3: Ein Team von jungen Experten für Bau und Betrieb von Biogasanlagen ist ausgebildet und bietet diese Leistungen als privatwirtschaftliches Unternehmen an.

Resultat 4: Biogasanlagen haben Modellcharakter.

Projektnummer2319-03/2009
MittelherkunftOEZA
Sektor Energiegewinnung /erneuerbare Energiequellen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.