Building inclusive and sustainable pan-European Value and Trust Chains for GMO-free Soya from the Danube Region - Inception Phase



Projektträger: Donau Soja gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter HaftungLand: Moldova Fördersumme: € 227.100,00Beginn: 01.07.2015Ende: 31.12.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Im Rahmen der Strategischen Partnerschaft zwischen der Donau Soja Initiative (DSI) und der Austrian Development Agency (ADA) werden im Donauraum inklusive Wertschöpfungsketten für gentechnikfreien Soja etabliert und zugunsten lokaler Produzenten und europäischer Konsumenten nutzbar gemacht.

Der Programmumsetzung vorgelagert und Inhalt des gegenständlichen Vorhabens ist eine 1 ½ -jährige Inception Phase, in der die wirtschaftlichen, rechtlichen und entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen erhoben und Programminhalte (inkl. Ziel, Theory of Change (ToC), Resultats- und Projektmanagement, Governance Struktur, Exit-Strategie und Budget) nach M4P-Kriterien entwickelt und in einem Programmdokument finalisiert werden.

 


Erwartete Ergebnisse


Im Rahmen der Strategischen Partnerschaft werden geschätzte 36.600 Personen (12.200 direkt und 24.400 indirekt) profitieren, 1.700 landwirtschaftliche Betriebe in Lieferketten inkludiert, 60 nahestehende Institutionen (Ölmühlen, Forschungseinrichtungen, Zertifizierungsstellen) Nutzen ziehen und jährlich 842.000 Tonnen Soja zertifiziert.


Zielgruppe


Durch die Strategische Partnerschaft sollen die Sojamärkte von vier ausgewählten Zielländern – Moldau, Ukraine, Serbien, Bosnien und Herzegowina – komparativ analysiert und in Folge systemisch gestärkt werden.


Maßnahmen


Auf Basis der Marktstudien wird ein Handbuch von Good Practice-Beispielen herausgegeben und ein 5-jähriges Programm entwickelt, dessen Interventionen folgende Bereiche umfassen:


- Wertschöpfungsketten-Stärkung “Angebot” (Verbesserung der Produktion in den Zielländern)

- Wertschöpfungsketten-Stärkung “Nachfrage” (Stimulierung der Nachfrage in der EU und den Zielländern)

- Zugang “Finanzierung” (Access to Finance für Produzenten in den Zielländern)

- Organisatorische Stärkung „Sozio-Ökonomie“ (Mainstreaming sozialer und sozio-ökonomischer Dimensionen innerhalb der Initiative und ihrer Mitglieder)


Hintergrundinformation


Das vorliegende Programmdokument enthält – neben der Darstellung der Partner, Märkte und Zielgruppen – einen ersten Entwurf des Programms, das im Rahmen der Inception Phase in seinen zentralen Punkten (Ziel, ToC, PM, Governance Struktur, Exit-Strategie und Budget) weiterentwickelt und nach M4P-Kriterien finalisiert wird. Die ursprünglich 1-jährige Inception Phase wurde um ein halbes Jahr ausgedehnt und um weitere Budgetmittel von insgesamt EUR 150.023 (OEZA Anteil EUR 75.000) aufgestockt. Dies wurde notwendig, um eine umfassende Vorbereitung der Implementierungsphase sicherzustellen und eine solide Basis für die Projektumsetzung in den Zielländern des Projekts zu errichten (weitere Studien, Einbindung einer Agronomin, Wissenstransfer, ein zusätzliches Demonstrationsfeld, internationale Abstimmung).

Aufgrund nicht verwerteter landwirtschaftlicher Potentiale steht einer immensen – und in den kommenden Jahren weiter steigenden – Nachfrage nach GVO-freiem Soja eine zu geringe Produktionsmenge aus Europa gegenüber. Die sich daraus ergebende hohe Importabhängigkeit von nord- und südamerikanischen Erzeugnissen führt zu einer jährlichen Einfuhr von 23 Mio. Tonnen Sojaschrot und 12,5 Mio. Tonnen Sojabohnen und – damit einhergehend – zu Folgeproblemen hinsichtlich Versorgungsicherheit, Nachhaltigkeit und Ökologie. Obwohl in den Staaten der Donauregion ideale Bedingungen für den Anbau von Soja herrschen, konnte die lokale Produktion aufgrund struktureller Defizite bisher nicht etabliert und für Arbeitsplatz- und Einkommensgenerierung genutzt werden.

Projektnummer2530-01/2015
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Biodiversity: 1, Trade: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.