Conflict Transformation through Integrative Mediation processes



Projektträger: CSSP - Verein für Integrative Mediation e.V.Land: Europe, regional/multi-country Fördersumme: € 293.370,00Beginn: 01.09.2009Ende: 31.12.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt sieht vor, interethnische Konflikte auf lokaler Ebene in Zielgemeinden mit

hohem Eskalationspotenzial zu transformieren. Dafür werden lokale Entscheidungsträger aus vier multiethnischen Gemeinden in Serbien, Mazedonien und Kosovo durch Integrative Mediationsprozesse zusammengebracht.


Diese Mediationsprozesse konzentrieren sich auf die Stärkung der Konfliktlösungskompetenzen lokaler Entscheidungsträger, Bewusstseinsentwicklung für Probleme von Minderheiten und Vertrauensaufbau zwischen ethnischen Gruppen. Darüber hinaus werden gemeinsam mit lokalen Entscheidungsträgern Strategien entwickelt, welche die Integration der Minderheiten in lokale politische Strukturen unterstützen. Jeder Prozess wird speziell für die Bedürfnisse der Gemeinden konzipiert.


Im Projekt werden die 5 Komponenten der Integrativen Mediation - Mediation, Beratung, Trainings, Advocacy und Forschung & Analyse - so miteinander kombiniert, dass ein nachhaltiger Konflikttransformationsprozess entsteht. Über die dreijährige Projektperiode wird durch direkte Mediationen, bilaterale Gespräche und weiterbildende Trainings das Vertrauen zwischen den Repräsentanten der ethnischen Gruppen gestärkt. Die verschiedenen Aktivitäten befähigen sie, ihre Probleme gemeinsam zu lösen und Strategien für die Integration aller Einwohner in die politischen Strukturen und über die ethnischen Grenzen hinweg zu entwickeln. Durch das Projekt werden auch Probleme der Gemeinden, die zum Teil staatliche oder internationale Lösungen erfordern, mit den jeweiligen Institutionen auf diesen Ebenen besprochen.


Das Projekt fördert die Entwicklung von Mediation in der Region und bildet lokale Mediatoren in interethnischer Mediation aus. Ein Mediationshandbuch wird in lokalen Sprachen entwickelt was lokale Kapazitäten stären und die Nachhaltigkeit des Projekts unterstützen wird. Das Projekt baut auf dem Vorgängerprojekt mit ADA (8157-00/2006) auf. Dieses Projekt ergänzt die regionalen Friedensaufbauinitiativen der OSCE.

Projektnummer8157-01/2009
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.