Demokratie in der globalen Arbeitswelt 2020-2022



Projektträger: WUSA - weltumspannend arbeitenLand: Austria Fördersumme: € 283.500,00Beginn: 01.01.2020Ende: 31.12.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Weltumspannend arbeiten ist der entwicklungspolitische Verein des ÖGB. Zentrales Anliegen der Bildungs- und Informationsarbeit ist es, die Globalisierung der Arbeits- und Lebenswelt anhand von Beispielen zu beleuchten, durch Kooperation und Vernetzung den Nord-Süd-Dialog zu fördern und Handlungsfelder sowie Raum für Kooperationen und Aktionen solidarischen Handelns für eine global nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 zu eröffnen. Das Programm stellt eine Fortführung bewährter Maßnahmen und Weiterentwicklung der Arbeit im gewerkschaftlichen Umfeld dar. Der inhaltliche Fokus 2020-2023 liegt auf Sensibilisierung für die Agenda 2030 (mit Fokus auf SDG 8 und 16), ein besonderes Augenmerk wird dem Thema Frauen/Geschlechtergleichstellung gewidmet. In Kooperation mit Fraueninitiativen aus dem globalen Süden und österreichischen NGOs, wird in den nächsten drei Jahren das Engagement und die Rolle von Frauen in der Arbeitswelt/sozialen Bewegungen weltweit im Fokus stehen.


Erwartete Ergebnisse


Frauen in der globalen Arbeitswelt: Broschüre inkl. Medien- und Methodenpaket, Seminarkonzept, MulktiplikatorInnen-Seminar und Vertrieb (2.000 Exemplar);

- 1 Lehrgang „Global denken, global handeln“ (4 Module, 1 Durchgange mit 16 TeilnehmerInnen/MultiplikatorInnen)

- 40 Abende an Gewerkschaftsschulen; 9 Workshops/Seminare, 7 Mehrtages-Seminare (115 TeilnehmerInnen); 1 Dialogveranstaltung

- MultiplikatorInnen-Netzwerk: 6 MultiplikatorInnentreffen, 3 MultiplikatorInnen-Seminare, Roundtable Treffen, 9 Kooperationsveranstaltungen

- 1 Round-Table anlässlich 5-Jahre SDGs

- 1 Begegnungsreise (Georgien/Armenien) mit Aktivität im Anschluss, 10-18 TeilnehmerInnen

- 3 Speakers-Touren österreichweit (mit ExpertInnen aus Äthiopien, Palästina, Georgien) inkl. Veranstaltungen, Betriebsbesuchen und Öffentlichkeitsarbeit

- Thematische Jubiläumsveranstaltung, 25 Jahre weltumspannend arbeiten: Menschenwürdige Arbeit ? menschenwürdige Umwelt?

- 6 öffentliche Aktionen (Kinderarbeit; Wanderarbeiter in/aus Nepal)

- Medienarbeit: 8 Presseaussendungen, 5 Artikel in Massenmedien, 9 Artikel in Gewerkschaftsmedien; 3 Radiosendungen (inkl. wusa-Kanal), 1/4jährl. Newsletter an 700-900 Interessierte, Youtube-Channel, Facebook, Website

- Überarbeitung der Website

- Analyse der externen Kommunikationsstrategie, Beratung und Begleitung?beim Prozess für eine integrierte Strategie der verschiedenen?Social?Media-Kanäle?

 


Zielgruppe


Primäre Zielgruppen sind die österreichische Gewerkschaftsbewegung (Betriebsräte, Funktionäre, Gewerkschaftsmitglieder) sowie ArbeitnehmerInnen, KonsumentInnen, zivilgesellschaftliche Akteure und Interessierte. Zusätzlich sollen verstärkt Jugendliche, Lehrlinge, junge Menschen und Frauen angesprochen werden. Es werden insbesondere auch Menschen erreicht, die dem Diskurs über entwicklungspolitische Fragen eher fernstehen.

Kooperationspartner sind der ÖGB (insbesondere Frauenreferate), die Gewerkschaften, die Gewerkschaftsjugend ÖGJ, der VÖGB, BetriebsrätInnen von ausgewählten Unternehmen und einige Arbeiterkammern. Die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen (wie Südwind, DKA, VIDC, Welthaus, NeSoVe, SDG Watch u.a.) wird weitergeführt und ausgebaut.

Mit den rd. 100 Maßnahmen der Bildungsarbeit werden österreichweit 2.500 Personen (MultiplikatorInnen) direkt angesprochen. Über Gewerkschaftsmedien, öffentliche Aktionen, Pressearbeit, Social Media, etc. werden rund 1 Mio. Personen indirekt erreicht. Region: österreichweit


Maßnahmen


Das Bildungsprogramm umfasst die Fortführung entwicklungspolitischer Angebote für Gewerkschaftsschulen in 6 Bundesländern und der Betriebsratsakademie. Seminare, Workshops, Symposien und Bundesländer-Aktionswochen sensibilisieren für entwicklungspolitische Fragestellungen, lokal-globale Zusammenhänge und SDGs. Zum Thema „Frauen in der globalen Arbeitswelt“ werden neue Bildungsmaterialien und -angebote erstellt. Der etablierte/zertifizierte Lehrgang „Global denken, lokal handeln“ für MultiplikatorInnen (Betriebsräte, Gewerkschaft, NGOs) wird durchgeführt.

Im Rahmen der Länder- und Unternehmensarbeit werden am Beispiel von Georgien, Armenien, Palästina und Äthiopien aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie die Rolle von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen beleuchtet. Vertiefende Analysen, Austausch und Auseinandersetzung finden mittels einer Begegnungsreise (Georgien/Armenien) sowie von drei Delegationsbesuchen mit Speakers- Touren im Zuge von österreichweiten Veranstaltungen und Betriebsbesuchen statt.

Aktionen im öffentlichen Raum (Kinderarbeit, Wanderarbeiter in/aus Nepal) machen auf prekäre Menschenrechtslagen und deren Hintergründe aufmerksam.

Begleitende Öffentlichkeits- und Medienarbeit informiert breitenwirksam; der Social Media Auftritt soll mit externer Beratung/Begleitung analysiert, überarbeitet und erweitert werden, die Website wird neu gestaltet und jährliche Radio-Sendungen werden produziert.

Öffentliche Veranstaltungen zu den SDGs, menschenwürdige Arbeit, Umwelt und Gesellschaft erhöhen die Reichweite; die (inter)nationale Netzwerkarbeit wird verstärkt.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird nach Aufstockung bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 393.500,00 mit Euro 283.500,00 (72,05%) gefördert.

Projektnummer2397-03/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied283500
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.