Empowerment von Roma Frauen



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 100.000,00Beginn: 01.05.2010Ende: 31.05.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Diskriminierendes und ausgrenzendes Verhalten gegenüber der Roma Minderheit ist ein weit verbreitetes Problem in Bosnien und Herzegowina. Roma Frauen unterliegen einer doppelten Diskriminierung: Zum einen werden sie in der bosnischen Gesellschaft als Mitglieder der Roma Minderheit ausgegrenzt und benachteiligt, zum anderen als Frauen in der streng patriarchalisch geprägten Roma Gemeinschaft. Zudem sind Roma Frauen mit mehrfachen Barrieren konfrontiert, die ihnen den Zugang zu Bildung, politischer Repräsentation und legaler Gerechtigkeit erschweren, sie ihrer Möglichkeiten und Rechte berauben und somit zu einer systematischen Marginalisierung führen. Armut und die damit zusammenhängende wirtschaftliche Abhängigkeit von Männern sind strukturell von dieser Ausgrenzung abzuleiten.


Projektziel ist die Förderung der Kapazitäten von 6 Roma Organisationen in Bosnien und Herzegowina, die die Interessen von Roma Frauen vertreten, und sie dadurch in der Bekämpfung von Diskriminierung, im Aufzeigen von Minderheitenrechten und der Gefährdung von Roma Frauen in der Gesellschaft zu unterstützen. Durch Trainings und kapazitätsbildende Maßnahmen werden die Bildung von Netzwerken und Allianzen und die Überarbeitung eines strategischen Plans für die Verbesserung der Situation von Roma Frauen gefördert, sowie Fähigkeiten politischen Dialog, Bewusstseinsbildungs- und anwaltschaftliche Aktivitäten durchzuführen, ausgebaut. Zudem wird den Organisationen ermöglicht kleine Projekte, die sich gezielt den Problemen von Roma Frauen widmen, selbst durchzuführen.


Direkt Begünstigte sind neben den 6 Roma Organisationen 400 Roma Frauen und Mädchen und zumindest 200 Roma Männer und Jungen aus der Region. Indirekt Begünstigte sind des Weiteren mindestens 20.000 Roma Frauen, die durch Bewusstseinsbildungs- und Advocacy-Maßnahmen beeinflusst und erreicht werden.

Projektnummer8108-05/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.