Entwicklung der Hauskrankenpflege in Montenegro



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Montenegro Fördersumme: € 73.000,00Beginn: 01.01.2010Ende: 31.12.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Der Projektschwerpunkt liegt im ärmsten Teil Montenegros, dem strukturschwachen Nordosten des Landes. Etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung lebt in diesem Gebiet, das mit Abwanderung und mit Arbeitslosenraten bis zu teilweise 40% zu kämpfen hat. Alte Menschen gehören in Montenegro zu einer von extremer Armut betroffenen sozialen Gruppe. Etwa 30.000 ältere Menschen leben von Pensionen unter 100 Euro, wobei das offizielle Existenzminimum derzeit bei 174 Euro liegt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Kapazitäten des Montenegrinischen Roten Kreuzes (MRC) als Anbieter von Heimhilfe und Pflege zu Hause nachhaltig aufzubauen. Die wichtigsten Projektaktivitäten bilden die Ausbildung von Lehrbeauftragten und freiwilligen Mitarbeitern im landesweiten Hauskrankenpflege-Programm und der Aufbau integrierter Pflege-Teams aus diplomierten Pflegepersonal und freiwilligen Heimhilfen. Dieses Modell, das formale und informale Betreuung kombiniert, wird in zwei Gemeinden im Norden Montenegros entwickelt. Die Kooperation mit öffentlichen Anbietern, ein intensiver Dialog mit Gemeindeverwaltungen und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung sollen die Nachhaltigkeit des Projekts sicherstellen.


Erwartete Resultate:

1) Die Kenntnisse und Fähigkeiten des Pflegepersonals und der freiwilligen MitarbeiterInnen im Bereich der

Hauskrankenpflege für alte Menschen sind verbessert.

2) Modellhafte Hauskrankenpflege-Projekte wurden in den zwei Gemeinden - in Berande und Pljevlja - entwickelt und werden erfolgreich umgesetzt.

3) Die Beteiligung der lokalen Zweige des MRC bei der Entwicklung von Strategien und Programme für die Hauskrankenpflege für alte Menschen ist erhöht.

4) Das Bewusstsein für die Bedürfnisse von alten Menschen ist in der Öffentlichkeit und die soziale Wertschätzung gegenüber alten Menschen sind erhöht.

Projektnummer8108-09/2009
MittelherkunftOEZA
Sektor Basisgesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.