Establishing a Sustainable Value Chain for Collecting and Recycling PET Waste



Projektträger: Chempetra Handels / Chempetra Handels GmbHLand: Serbia Fördersumme: € 180.000,00Beginn: 01.12.2010Ende: 31.05.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Serbien hat trotz bedeutender Fortschritte in der Umwelt- und Abfallgesetzgebung enormen Aufholbedarf, wenn es um die Schaffung von Umweltbewusstsein und von Systemen zur Vermeidung, Sammlung und Wiederverwertung von Müll geht. Nach wie vor wird Abfall wild deponiert, entsprechen offizielle Deponien nicht den europäischen Standards und steht Recycling ganz am Anfang. Fast völlig ungenutzt ist zudem das Potenzial für Wirtschaft und Beschäftigung, das in der Abfallwirtschaft liegt.

Genau hier setzt die Wirtschaftspartnerschaft an: Die Firma Chempetra, ein auf den Handel mit Plastikmüll spezialisiertes Unternehmen, errichtet in Serbien stufenweise die erste Anlage zur Verwertung von PET-Abfall. Für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage ist es erforderlich, deren Versorgung mit ausreichend verwertbarem Material zu sichern, was in Serbien angesichts fehlender Sammelsysteme eine Herausforderung darstellt. Im Projekt geht es daher darum, solche Versorgungsketten aufzubauen, zu stärken und zu betreiben: Zum einen werden Strukturen zur Trennung von PET-Abfall bei Mülldeponien, Getränkeabfüllern und anderen Recyclingunternehmen geschaffen. Bei der größten Mülldeponie des Landes nahe Belgrad wird außerdem in Zusammenarbeit mit einer lokalen NGO eine Gruppe von Roma eingeschult, ausgestattet und angestellt. Zum anderen wird es in einer Reihe von Städten Bewusstseins-Kampagnen geben und eine Vielzahl von Sammelstellen in Wohngebieten und bei Supermärkten geschaffen.

Unmittelbares Ergebnis des Projekts ist eine gewisse Reduktion des Restmülls, der auf den Deponien landet; die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich Sammlung, Trennung und Recycling; öffentliche Einnahmen aus den Konzessionen für die Abfallbewirtschaftung und ein höheres öffentliches Bewusstsein in den Pilotregionen. Mittelbar hat ein solches Pilotprojekt Vorbildwirkung, wenn es darum geht, einen für die wirtschaftliche und ökologische Erholung und Entwicklung des Landes wichtigen Industriezweigs zu aufzubauen.

Projektnummer2550-13/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.