FAIR III - For Active Inclusion and Rights of Roma Women in the Western Balkans



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Europe, regional/multi-country Fördersumme: € 1.000.000,00Beginn: 01.02.2019Ende: 31.01.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt stärkt die Kapazitäten von Roma Frauen und Mädchen, um besser mit schädlichen Normen, Ungleichheiten und Diskriminierungen umgehen zu können. Das Projekt trägt zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte und Geschlechtergleichstellung von Roma Frauen und Mädchen in Bosnien und Herzegowina (BiH), Serbien und Montenegro bei, indem es Frauen und Mädchen ermächtigt, im Zusammenleben mit ihren Partnern, Familien und in der Gemeinde ihre Rechte auszuüben und ein gesundes, menschenwürdiges Leben ohne Gewalt, Ungleichheit und Diskriminierung zu führen.


Erwartete Ergebnisse


Die erwarteten Ergebnisse sind wie folgt:

ER1: Stärkung der Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Roma Organisationen, Jugendlichen und anderen wichtigen Akteuren zur Förderung von gerechten und gewaltfreien Formen des Zusammenlebens, anhand von bewährten Modellen und Ansätzen.

ER 2: Verbesserter Zugang zu und Bereitstellung von Dienstleistungen für Frauen und Mädchen aus RAE (Roma, Ashkali, Egyptian) Gemeinden (insbesondere Dienstleistungen für sexuelle, reproduktive und mütterliche Gesundheit (SRMH), hinsichtlich geschlechtsspezifischer Gewalt und für Bildung) durch die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Roma Organisationen und bestehender partizipativer gemeinschaftlicher Rechenschaftsmechanismen.

ER 3: Stärkung des Einflusses und der regionalen Zusammenarbeit der drei nationalen Roma Frauennetzwerken durch die Bemühungen des "Roma-Frauen-Balkan-Netzwerkes", die EU-2020 Roma-Integrationsagenda umzusetzen.

ER 4: Roma Frauen und Mädchen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke sind Teil regionaler und globaler Initiativen, die die Gleichstellung der Geschlechter und die Rechte von Frauen (Minderheiten) fördern.


Zielgruppe


Die Zielgruppe besteht aus 150 MitarbeiterInnen von zivilgesellschaftlichen Roma Organisationen und Netzwerken sowie Entscheidungsträgern in den Gemeinden und lokalen/nationalen Regierungsbeamten; mindestens 6.000 jungen Menschen (Roma und Nicht-Roma) und Gemeindemitgliedern in den Zielorten (nach Möglichkeit wird nach Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit und Art der Beteiligung unterschieden), etwa 85% Roma (50% Roma Frauen und Mädchen); 20.000 Menschen in den drei Zielländern, die durch eine Reihe von Medienaktivitäten (Pressekonferenzen usw.) erreicht werden.

Endbegünstigte: ca. 78.000 Menschen in den 3 Zielländern unter der Annahme, dass jede Person der Zielgruppe mindestens 3 Personen in ihrem direkten Umfeld erreicht.


Maßnahmen


Die Projektaktivitäten konzentrieren sich auf folgende Kernaufgaben:

Stärkung der Kapazitäten der zivilgesellschaftlichen Roma Organisationen; gemeindebasierte Bildungsmaßnahmen, welche die bewährten Methoden von CARE umsetzen; die Ermöglichung des Zugangs zu öffentlichen Dienstleistungen für Roma Gemeinden, insbesondere für Frauen und Kinder; sowie die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der weiteren Vernetzung und Integration in relevante regionale und europäische Bewegungen.


Hintergrundinformation


Diese Aktivitäten werden in einem Kontext der anhaltenden Ausgrenzung und Diskriminierung von Roma Gemeinden in Südosteuropa, die zur vorherrschenden sozioökonomischen Armut dieser Minderheit beitragen, durchgeführt. Aufgrund der nach wie vor weit verbreiteten strengen Geschlechterrollen und -überzeugungen sind Roma Frauen und Mädchen von Armut, Ausgrenzung und Gewalt in ihrem Umfeld besonders betroffen. Die vorgeschlagene Maßnahme baut auf früheren Maßnahmen auf, die erfolgreich dazu beigetragen haben, Roma Frauen und Mädchen in der Region zu stärken und letztendlich zu einer Verbesserung der Situation der Roma Gemeinden beigetragen haben. Mit dieser Maßnahme werden die Kapazitäten der zivilgesellschaftlichen Roma Organisationen gestärkt, soziale Dienstleistungen für ihre Gemeinden anzubieten sowie ihre Fähigkeit unabhängig zu agieren.

Projektnummer8285-00/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 2, Reproductive health: 1, Democracy: 2, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.