Förderung der Land- und Forstwirtschaft mit Schwerpunkt Kakaoanbau in El Castillo, Nicaragua



Projektträger: FENACOOP - Federación Nacional de Cooperativas Agropecuarias y AgroindustrialesLand: Nicaragua Fördersumme: € 800.000,00Beginn: 01.07.2010Ende: 30.06.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Gemeinde El Castillo/ Boca de Sábalos im Südosten Nicaraguas ist eine der ärmsten Gemeinden des Landes. 40% der Gemeindefläche sind Naturschutzgebiet, um einen der vielfältigsten Regenwälder der Region zu schützen. Für die Bevölkerung stellt die schonende Bewirtschaftung des Bodens eine große Herausforderung dar. Die OEZA unterstützt deshalb seit 2004 die Entwicklung und Anwendung ökologisch und wirtschaftlich nachhaltiger Produktionsmethoden, um die Ernährungsgrundlage der kleinbäuerlichen Familien zu sichern, Einkommen zu schaffen und die natürlichen Ressourcen zu schützen.


Das vorliegende Projekt besteht aus vier Projektkomponenten:

a) Steigerung von Qualität und Produktivität im Kakaoanbau durch innovatives landwirtschaftliches Know-How, wie verbesserte Kakaosorten und effektive Anbaumethoden (umgesetzt durch CATIE)

b) Stärkung des unternehmerischen Know-Hows (Verarbeitung, Vermarktung, Organisation) unter den KakaoproduzentInnen (umgesetzt durch FENACOOP, RL)

c) Spezielle Förderung von Frauen durch Seminare und Workshops über betriebswirtschaftliche Planung, Verhandlungs- und Konfliktmanagement, häusliche Gewalt und Projektmanagement (umgesetzt durch die Genossenschaft CECOOP, RL)


d) Forstwirtschaftliche Komponente (umgesetzt durch die Gemeinde El Castillo)


Zielgruppen des sind 204 Bauernfamilien, sowie 380 Frauen in 6 Ortschaften der Gemeinde El Castillo. Im Rahmen des Projekts werden drei Genossenschaften, die Kakao produzieren, in der Organisationsentwicklung beraten und begleitet.

In allen Projektkomponenten liegt der Schwerpunkt auf der Förderung des unternehmerischen Selbst-Managements.

Im Mittelpunkt stehen der Zugang zu Märkten, die Fähigkeit zur Verarbeitung und Vermarktung die eigenen Produkte sowie die Fähigkeit zu verhandeln und zur Bildung von Allianzen, um sich in einem wettbewerbsorientierten Markt positionieren zu können.

Der wirtschaftliche und soziale Status der Frauen soll durch ein gezieltes Betreuungsprogramm verbessert werden.

Projektnummer1731-01/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.