Förderung von Kakaoanbau und Kakaoproduktionsketten im Südosten Nicaragua



Projektträger: INTA - Instituto Nicaragüense de Tecnología AgropecuariaLand: Nicaragua Fördersumme: € 700.000,00Beginn: 01.08.2009Ende: 31.07.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das vorliegende Projekt ist Teil des nationalen Programms zur Förderung der Kakaoproduktion, das vom Nicaraguanischen Institut für Land- und Viehwirtschaftstechnologie (INTA) in Zusammenarbeit mit dem Nicaraguanischen Landwirtschaftsministerium (MAGFOR) durchgeführt wird. Das Projekt konzentriert sich auf die kleinbäuerlichen Produzenten in den Gemeinden Nueva Guinea, Muelle de los Bueyes und Rama im Südosten Nicaraguas, wo sich das Klima für den Kakaoanbau bestens eignet. Die KleinbäuerInnen, die Kakao pflanzen und ernten, werden durch die Unterstützung des Projekts in der Lage sein, auf kleinen Flächen neben Kakao auch eine Reihe von anderen Nutzpflanzen zu kultivieren. Dies ermöglicht ihnen, ihre Ernährungssituation und durch die mittelfristig erhöhten Einnahmen aus dem Kakaoanbau auch das Haushaltseinkommen der Familien zu verbessern.


Direkte Zielgruppe des Projektes sind 930 KleinbäuerInnen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten in der Land-, Forst- und Viehwirtschaft speziell auch dem Kakaoanbau widmen. Die Bauernfamilien erhalten Schulung und Beratung bei der Verbesserung ihrer Anbau - und Bewirtschaftungsmethoden. Seitens des INTA wird verbessertes Saatgut zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die ProduzentInnen dabei unterstützt, sich zu organisieren, um ihre Kakaoproduktion besser vermarkten und verkaufen zu können.


Ziel des Projektes ist es, dass mindestens 90% der Zielgruppe können durch die verbesserte Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden die Produktivität ihrer Farmen steigern und die Qualität ihrer Produkte erhöhen können. Anhand des derzeitigen Preisniveaus für Kakao wird erwartet, dass jede kleinbäuerliche Familie mit einen Hektar Kakaoanbau ab dem dritten Jahr ca. US$ 600 netto Gewinn pro Jahr erwirtschaften kann; wenn die Produktion auch noch organisch zertifiziert wird, kann der Erlös bis zu US$ 800 pro Jahr pro Hektar Kakao betragen.

Projektnummer2627-00/2009
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.