Friede und Diversität im Sahel



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: South of Sahara, regional/multi-country Fördersumme: € 79.500,00Beginn: 20.12.2014Ende: 19.06.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Stärkung von mindestens 200 Organisationen und Netzwerken von Frauen in der Friedensförderung in Niger und Burkina Faso, um diesen dadurch zu ermöglichen, Einfluss auf das Verhalten und die Entscheidungen der öffentlichen Akteure zu nehmen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolutionen zu Frauen, Frieden und Sicherheit, insbesondere den Resolutionen 1325 und 1820, sowie zum diesbezüglichen Gesamtkonzept der Europäischen Union in der Region.

Erwartete Resultate:

1: Kapazitätsaufbau: Im Zentrum der Implementierungsstrategie stehen Frauen (Mitglieder von Organisationen auf kommunaler Ebene) mit einer starken sozialen Verankerung in ihren Gemeinden, die mit den sogenannten 'Hommes Champions' (Männer, die sich für transformative Veränderungen der Rollen und des Status in den Haushalten und den Gemeinden einsetzen) zusammenarbeiten.

2: Kapitalisierung und Replikation: Der lokale Kapazitätsaufbau sowie die Erfahrungen in der Konfliktprävention liefern anschließend das Material für den Dialog und Austausch mit Frauen in Führungspositionen aus nationalen und subregionalen Verbänden und Netzwerken. Die geographische Nähe der Projektstädte und –gemeinden ermöglicht eine interessante Interaktion zwischen den beteiligten AkteurInnen beider Staaten. Gruppen auf kommunaler Ebene werden regelmäßige Konsultationen mit Netzwerken von Frauen in Führungspositionen innerhalb und zwischen den beiden Ländern durchführen.

3: Advocacy: Die Netzwerke und Verbände auf nationaler und subregionaler Ebene tragen die Botschaften von der

kommunalen Ebene auf die Ebene der öffentlichen Akteure weiter und werden Initiativen zur Anerkennung und Förderung der Rolle der Frauen bei der Friedenskonsolidierung durchführen.

Direkt werden ca. 3.000 Frauen und 100 'Hommes Champions' erreicht. Durch die Verbreitung der kommunalen Erfahrungen werden insgesamt mehr als 30.000 Frauen und 600 Männer von den Maßnahmen profitieren.

Projektnummer2325-12/2014
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 2, Democracy: 2, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.