Frieden aufbauen: Vertrauen - Dialog - Zusammenarbeit



Projektträger: IVB-ÖZ - Internationaler Versöhnungsbund - österreichischer ZweigLand: Europe, regional/multi-country Fördersumme: € 143.300,00Beginn: 01.01.2016Ende: 31.12.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel:

Ziel des Projekts ist der Beitrag zum besseren interethnischen Verständnis ehemaliger Konfliktparteien im Westbalkan sowie zur Entwicklung von Friedenskapazitäten in der Region.


Erwartete Ergebnisse


Resultate:

Gegenseitiges Vertrauen zwischen MultiplikatorInnen früherer Konfliktregionen wird aufgebaut.

Gemeinsame Empfehlungen zu Konfliktlösung und Friedensbildung auf politischer Ebene liegen vor.

Internationale peacebuilding capacity wird durch Austausch und Netzwerkarbeit gestärkt.

 


Zielgruppe


Das Projekt richtet sich in erster Linie an rund 100 MultiplikatorInnen aus den Bereichen Friedensarbeit, Friedensaktivismus und Friedensforschung, Journalismus, Erziehung, Sozialarbeit, Politik und Literatur. Es wird überregional in Bosnia-Herzegovina, Serbia, Kosovo, Macedonia umgesetzt. Die gesamte Reichweite des Projektes umfasst um die 2000 Personen.


Maßnahmen


Die geplanten Aktivitäten umfassen: die Abhaltung von drei 10-tägigen Trainings zu Vertrauensbildung und Friedensaufbau und die Erstellung eines Methoden-Handbuchs für Erwachsene, zwei interregionale und intersektorelle Dialogveranstaltungen mit politisch Aktiven zu kontroversiellen Friedensthemen, einen trilingualen Literaturwettbewerb einschließlich der Veröffentlichung der besten Kurzgeschichten in Buchform, sowie die Abhaltung einer internationalen Konferenz zum Thema Versöhnung.


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation:

Im sogenannten Dayton-Triangle (Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien) stellen der politische Stillstand in Bosnien-Herzegowina, der Umgang mit der Verantwortung für Verbrechen während der Kriege, die fragile Entwicklung der Demokratie und nationalistische Ideologien die größten Hindernisse für Frieden und Versöhnung dar. Im südlichen Dreieck (Kosovo, Serbien, Mazedonien) sind Misstrauen und ethnische Teilung noch viel tiefer verwurzelt, ein Dialog zwischen den verschiedenen Seiten existiert kaum. In dieser Situation sind die Verringerung von Gewalt auf allen Ebenen und der Aufbau gegenseitigen Vertrauens, insbesondere durch grenzüberschreitende Dialoge, Begegnungen und Zusammenarbeit von großer Bedeutung und tragen zur Erreichung des SDG 16 (Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung) bei.

Projektnummer8108-03/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.