Friedens- und Versöhnungsarbeit am Westbalkan



Projektträger: IVB-ÖZ - Internationaler Versöhnungsbund - österreichischer ZweigLand: States of ex-Yugoslavia, unspecified Fördersumme: € 68.100,00Beginn: 01.09.2010Ende: 31.08.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt strebt die Etablierung von Dialog und Zusammenarbeit zwischen AkteurInnen der Zivilgesellschaft in Regionen an, wo kein Dialog auf höchster Ebene stattfindet, bzw. um Anstrengungen auf höchster Ebene zu ergänzen, einen dauerhaften Frieden zu etablieren und Vertrauen zwischen gegenwärtig feindlichen/einander gegenüber stehenden Gemeinschaften innerhalb der betreffenden Länder aufzubauen.

Das Projekt zielt darauf ab, den auf Dialog basierenden, konstruktiven Zugang zum Umgang mit der Vergangenheit und zu Versöhnungsprozessen in der Region Westbalkan zu stärken. Die Aktivitäten wurden entwickelt, um auf gegenwärtige Probleme und Nöte in der Region zu reagieren, die durch die schwierigen Ereignisse der Kriege der 90er Jahre beeinflusst sind. Das Projekt stellt eine Weiterentwicklung und Ausweitung des vorhergegangenen Projekts (8108-08/2007) dar.

Das Projekt besteht aus drei Komponenten:

Basistrainings in Friedensförderung mit ethnisch gemischten Gruppen aus der Region Westbalkan zum Aufbau von Kapazitäten für Friedensförderung auf mittlerer und Grassroots-Ebene.

Seminare zur vertiefenden Friedenserziehung zu den Themen "Versöhnung - Chancen und Hindernisse", "Wertebasierte Wege zu guter Praxis von Friedensförderung", "Neue Zugänge zu Friedensförderung finden".

Austauschseminar über den Umgang mit der Vergangenheit mit Teilnehmenden, die aktiv in den Prozess der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in der Region Westbalkan involviert sind.


Durch Netzwerkbildung zwischen den regional, ethnisch und geschlechtlich ausgeglichenen Gruppen von TeilnehmerInnen (Friedens- und andere NGO-AktivistInnen, ErzieherInnen, JournalistInnen, Mitglieder politischer Parteien, Kriegsveteranen, Mitglieder von Vereinigungen von Familien von Verschwundenen) sowie Verstärkung grenzüberschreitender, regionaler Kooperation zwischen Staaten soll der Versöhnungsprozess unterstützt werden.

Projektnummer8108-02/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.