Gemeinde-basierte Bildungsmöglichkeiten in Pakistan



Projektträger: HOPE'87 - Hundreds of Original Projects for Employment - Verein zur Förderung der JugendbeschäftigungLand: Pakistan Fördersumme: € 250.000,00Beginn: 01.01.2019Ende: 31.12.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist die Erhöhung der Einschulungsrate von Kindern, insbesondere von Mädchen, sowie die Reduktion der Drop-Out Rate in gemeinschaftsgestützten Schulen (Community Supported Schools) in sieben Distrikten in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten von Pakistan. Der Zugang zu Bildungsstrukturen und Lernmöglichkeiten soll für marginalisierte Kinder, insbesondere Mädchen, durch Mobilisierung der Gemeinschaften, günstigere Rahmenbedingungen und Kapazitätenaufbau der LehrerInnen verbessert werden.


Erwartete Ergebnisse


Resultat 1: Gemeinschaftsgeführte sichere und geschützte Schulen, sogenannte Girls Community Schools (GCS), sind gestärkt und werden von Mädchen und Buben aus marginalisierten Gruppen in den beiden Distrikten Swat und Manshera in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa besucht.

Resultat 2.: 400 GCS-Lehrerinnen in sieben Distrikten erhalten besseren Zugang zu Lehrinhalten und -fähigkeiten, um aktiv handlungsorientierte Lerntechniken und schulstufenübergreifende Lehrmethoden anwenden zu können.


Zielgruppe


Das Projekt adressiert 9.867 Kinder (5.920 Mädchen und 3.947 Buben) in Swat und Mansehra.

Weitere direkte Begünstigte sind 150 Communities durch verbesserte Unterstützung der sogenannten Village Education Committees (VECs) mit 1.650 Mitgliedern.

Zusätzlich erhalten 400 Lehrerinnen aus sieben Distrikten (Abbottabad, Battagram, Shangla, Buner, Swat, Mansehra und Peshawar) eine Fortbildung.

Gesamtanzahl der direkten Begünstigten: 11.917.

Indirekt profitieren ca. 95.000 Personen (Familienmitglieder; durchschnittliche Familiengröße 8 Personen) von den Maßnahmen.


Maßnahmen


Etablierung und Stärkung von Girls Community Schools durch bewusstseinsbildende Maßnahmen und Kampagnen in den Communities;

Dialog mit den Familien von Kindern, die nicht zur Schule gehen, und Unterstützung bei der Einschreibung an den GCS;

zwei Einschreibungskampagnen pro Jahr und Verteilung von IEC (Information, Education and Communication) Materialien;

Identifizierung der Gründe für den Schulabbruch von Mädchen und Ergreifung entsprechender Maßnahmen durch Beratung der Eltern und Kinder.

Organisation und Durchführung eines Trainingsworkshops für 400 GCS Lehrerinnen und VertreterInnen von Elementary and Secondary Education Foundation (ESEF) in sieben Distrikten;

Organisation und Durchführung von halbjährlichen Auffrischungstrainings;

Feststellung der Lese- und Lernkompetenz der SchülerInnen der Schulstufen 1 bis 5;

Etablierung und Erhaltung von sogenannten Teachers‘ Learning Cycles in Swat und Manshera.


Hintergrundinformation


22,5 Millionen Kinder in Pakistan zwischen 4 und 16 Jahren besuchen keine Schule. Als Gründe für die (zudem) schwachen Lernergebnisse der SchülerInnen wurden u.a. Abwesenheiten der LehrerInnen und Unzulänglichkeiten in der Qualität des Unterrichts identifiziert. Die von der Provinzregierung in Khyber Pakhtunkhwa unterstützten und von der Elementary and Secondary Education Foundation (ESEF) administrierten Community Supported Schools (Girls Community Schools) im non-formalen Bildungsbereich, 1. bis 5. Schulstufe, folgen dem offiziellen Curriculum. Die SchülerInnen erhalten offiziell anerkannte Abschlusszeugnisse und können damit weiterführende Schulen besuchen. Basierend auf gegenwärtige Trends liegt die Schulabbruchsrate an den GCS bei 40 Prozent; mit Hilfe des Projekts soll diese Rate auf 15 Prozent gesenkt werden.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 65 Prozent der Gesamtkosten.

Projektnummer2319-05/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Bildung
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.