Gewaltprävention bei Jugendlichen in Zentralamerika



Projektträger: CEPREV - Centro de Prevención de la ViolenciaLand: North & Central America, regional/multi-country Fördersumme: € 1.111.500,00Beginn: 01.04.2010Ende: 31.03.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Prävention von Gewalt bei Jugendlichen in Guatemala, El Salvador und Nicaragua, wobei sowohl auf der Ebene der Einflußnahme auf Entscheidungsträger und Medien, als auch auf lokaler Ebene mit der Zivilgesellschaft und Betroffenen selbst gearbeitet wird.


Geplante Ergebnisse umfassen:

1. Stärkeres Bewußtsein der staatl. Institutionen über die Notwendigkeit eines ganzheitlichen präventiven Ansatzes, sowie stärkere Einbeziehung zivilgesellschaftl. Org. in den relevanten nationalen Kommissionen

2. Verbesserte Kapazitäten staatl. und nicht-staatl. Akteure insbes. didaktische und partizipative Maßnahmen zur Gewaltprävention anzuwenden, weiterzuentwickeln und weiterzuvermitteln.

3. Verringerung des Gewaltniveaus unter Jugendlichen in konfliktreichen Vierteln und Gemeinden, sowie Haftanstalten

4. Verbesserte soziale Reintegration von straffälligen Jugendlichen


Zu den wichtigsten Projektmaßnahmen gehören neben der Bewusstseinsbildung, vor allem die Verbesserung der Zusammenarbeit von staatl. und nichtstaatl. Instanzen, die Aus- und Weiterbildung von MultiplikatorInnen, die Arbeit mit der Bevölkerung in Gemeinden und Stadtvierteln und nicht zuletzt die psychosoziale Betreuung der jugendlichen Bandenmitglieder (sowohl in ihrem sozialen Umfeld als auch in Haftanstalten).


Folgende Zielgruppen wurden identifiziert: Von den insges. ca. 2765 direkt Begünstigten sind 280 Pers. VertrerInnen öffentl. Institutionen (EntscheidungsträgerInnen v. Innenministerien, Justizsystem inkl. Haftanstalten, Polizei, LehrerInnen), 85 JournalistInnen, 100 Sozial- u. MitarbeiterInnen von NGOs, 300 inhaftierte Jugendliche und ca.2000 Jugendliche, Familienangehörige u. Bewohner der am meisten konfliktgefährdeten Wohngebiete.


In Anbetracht der zunehmend kritischen Sicherheitssituation soll in erster Linie ein Beitrag zur Umsetzung der Sicherheitsstrategie für Zentralamerika und Mexiko geleistet werden, indem der Präventionsarbeit eine neue Dimension beigemessen wird.

Projektnummer2648-00/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.