Global Education Goes Local



Projektträger: Südwind - Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, SteiermarkLand: Austria Fördersumme: € 14.600,00Beginn: 01.11.2017Ende: 31.01.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt, das in Österreich als ,Junge WeltbürgerInnen für unsere Gemeinde' kommuniziert wird, umfasst drei Themenbereiche: das Bildungskonzept Globales Lernen, die Jugendarbeit und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).

Spezifische Projektziele sind: Das Bewusstsein der BürgerInnen Europas dafür zu steigern, dass der Erfolg der SDGs vom Zusammenwirken der Länder des Globalen Südens und der Europäischen Union abhängt; das Bewusstsein insbesondere von Jugendlichen in kleinen Gemeinden für die lokale und globale Dimension der SDGs zu steigern; neue Methoden und Materialien zu entwickeln, die Jugendliche dazu motivieren, sich für globale Themen zu engagieren; sowie die Schulung von MultiplikatorInnen in der Jugendarbeit, sodass sie Bildungsprozesse zu globalen Themen in ihrer Gemeinde für und mit Jugendlichen durchführen können.


Erwartete Ergebnisse


Durch das Projekt werden rund 6.000 Personen in Österreich sowie europaweit rund 38.000 Personen in 6 Ländern erreicht.

R1: gesteigertes Bewusstsein und Engagement für globale Themen in Zusammenhang mit den SDGs 5, 11 und 12 in 30 kleinen Gemeinden (mit einer Bevölkerung von unter 50.000 EinwohnerInnen);

R2: Teilnahme von BürgerInnen 30 kleiner Gemeinden, vor allem Jugendlicher, an Bildungsprozessen rund um globale Themen;

R3: Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von innovativen Ansätzen für die Einbindung Jugendlicher ins Globale Lernen (in Zusammenhang mit den SDGs 5, 11 und 12);

R4: gesteigerte Fähigkeiten und Kompetenzen der Stakeholder auf Gemeindeebene für den weiteren Einsatz des Globalen Lernens;

R5: Verbessertes Verständnis der politischen EntscheidungsträgerInnen und EinflussnehmerInnen auf lokaler und nationaler Ebene für den Nutzen und die Ansätze des Globalen Lernens;

 


Zielgruppe


Zielgruppen sind: Bildungs- und Gemeinschaftseinrichtungen in kleinen Gemeinden (Schulen, Bildungszentren, Gemeindezentren, Jugendzentren, lokale Organisationen, Büchereien und andere lokale Einrichtungen), die allgemeine Bevölkerung sowie insbesondere Jugendliche von 14-30 Jahren in kleinen Gemeinden.

Das Projekt wird in Kooperation mit 5 weiteren europäischen Partnern durchgeführt: Creating Effective Grassroots Alternatives Foundation/CEGA (Bulgarien), Global Citizens‘ Academy/GCA (Litauen), Future Worlds Center/FWC (Zypern), Institute for African Studies/IAS (Slowenien), Cazalla Intercultural (Spanien).


Maßnahmen


Die 5 Maßnahmenpakete umfassen:

1) Capacity building: Erwachsene und Einrichtungen in kleinen Gemeinden, die für und mit Jugendlichen arbeiten, werden geschult, um Bildungsprozesse zum Themenfeld Globales Lernen, SDGs (5, 11, 12) und Jugendarbeit durchführen zu können: Auswahl von 5 Gemeinden pro Land, 3 Schulungen auf Bundesebene, 1 Vor-Ort-Schulung pro Gemeinde, Aufbau einer Unterstützungs- und Austauschplattform.

2) Bildungsprozesse: in 5 kleinen Gemeinden finden sogenannte local learning-action processes (LAPs) zum Themenfeld Globales Lernen, SDGs (5, 11, 12) und Jugendarbeit statt.

3) Materialentwicklung: zielgruppenorientierte Methoden und Materialien für die Jugendarbeit werden entwickelt, um Bildungsprozesse zum Themenfeld Globales Lernen, SDGs und Jugendarbeit zu unterstützen: eine Publikation sowie ein Massive Open Online Course (MOOC).

4) Verbreitung der entwickelten Methoden und Materialien zur Förderung des Engagements Jugendlicher für die SDGs (2 Schulungen, Summer School, Winter School, Online-Kurs).

5) Verbreitung der Projektresultate unter Erwachsenen, die für und mit Jugendlichen arbeiten sowie unter EntscheidungsträgerInnen (Good practices online-Kampagne, internationale Konferenz, 3 Workshops mit Policy Makers, Advocacy-Arbeit).

 


Hintergrundinformation


Das Projekt wird in der Höhe von Euro 14.600,- (=0,99 % des Gesamtprojektvolumens, 4,99 % der Projektkosten in Österreich) für 3 Jahre gefördert.

Projektnummer2401-02/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied14600
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.