Hemaya for girls and young women in Jordan (Schutz für Mädchen und junge Frauen in Jordanien)



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Jordan Fördersumme: € 8.700,00Beginn: 01.01.2012Ende: 31.08.2014

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts von CARE ist die Prävention und Reduktion von häuslicher Gewalt gegen junge Frauen und Mädchen in Jordanien.

In Jordanien ist die Anzahl an angezeigten Fällen von häuslicher Gewalt in den letzten Jahren gestiegen, was auf ein erhöhtes Bewusstsein innerhalb der Zivilgesellschaft schließen lässt. Laut Angaben des jordanischen Sozialministeriums wurden im Jahr 2006 2.402 Missbrauchsfälle in den sozialen Servicezentren der Familienschutzabteilung gemeldet; 50% der Fälle handelten von physischem Missbrauch, in 10% der Fälle wurde auch von sexuellem Missbrauch berichtet.

Das Projekt soll insbesondere das Bewusstsein der Zivilgesellschaft gegenüber Gewalt gegen junge Frauen und Mädchen erhöhen und durch Anwaltschaft und Lobbying zum Inkrafttreten und zur Umsetzung des Kinderrechtsgesetzes zum Schutz von Kindern, und damit Mädchen und jungen Frauen, in Jordanien führen.

Zielgruppe:

Die Projektaktivitäten richten sich nicht nur an junge Frauen und Mädchen, sondern auch an andere Menschen aus ihrem sozialen Umfeld, wie Eltern, LehrerInnen, Gemeindeführer, und insbesondere auch an Männer und Buben. Insgesamt sollen 200 Gemeindemitglieder, 250 Mädchen und junge Frauen zwischen 8 und 18 Jahren, sowie 14 NGO-Netzwerkmitglieder (NGO-Mitglieder in den Zielgebieten; das NGO-Netzwerk hat insgesamt 37 Mitglieder) in die Aktivitäten involviert werden. Vor allem bei der Bewusstseinskampagne setzt man auf die Einbindung von 250 Männern und Buben.

Erwartete Ergebnisse:

1: Eltern, SchülerInnen und Gemeindeführer in den Zielregionen sind über das Vorherrschen von Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen informiert und unterstützen gewaltfreie Alternativen.

2: Gemeindemitglieder engagieren sich durch das NGO-Netzwerk für die Prävention geschlechterbasierter Gewalt.

3: Das NGO-Netzwerk hat eine nationale Anwaltschaftskampagne für die Unterstützung des nationalen 'Kindergesetzes' durchgeführt.

Projektnummer2325-02/2012
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.