Humanitäre Soforthilfe für Intern Vertriebene Familien im Libanon



Projektträger: Caritas der Erzdiözese WienLand: Lebanon Fördersumme: € 87.500,00Beginn: 08.08.2006Ende: 31.10.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das gegenständliche Projekt leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Situation bedürftiger Familien, die nach den Angriffen der Israeli Defence Forces im Juli und August 2006 auf der Suche nach Schutz in die Flüchtlingslager Bourj el Barajneh und Chatilla im Süden und Südosten Beiruts geflohen sind.


Das Gebiet in unmittelbarer Umgebung von Bourj el Barajneh war in den vergangenen Wochen häufig Ziel von Angriffen der Israeli Defence Forces. Obwohl es aufgrund des Bombardements zunehmends schwieriger wird, die Versorgung des Lagers sicherzustellen, ist das Camp auch Anlaufstelle für vertriebene Menschen, die sonst nirgendwo unterkommen können. So kamen mit Beginn des Bombardements täglich Vertriebene aus dem Süden des Libanons und aus anderen umkämpften Gebieten und suchten im Camp Schutz. Am 2. August wurden 136 neue IDP-Familien gezählt. Die Versorgung im Camp gestaltet sich zunehmend schwierig: In den meisten Fällen sind die bestehenden Strukturen nicht in der Lage, die neuankommenden Personen zu versorgen. Preissteigerungen verschärfen die Situation, es mangelt an Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln.


Caritas Österreich arbeitet seit 2004 mit der in den Flüchtlingslagern tätigen NGO Woman's Humanitarian Organisation zusammen. 145 durch den gegenwärtigen Konflikt vertriebene Familien in Bourj el Barajneh und 100 Familien in Chatilla werden über einen Zeitraum von 10 Wochen wöchentlich ein Lebensmittelpaket, sowie einmal pro Monat Hygieneartikel erhalten. Weiters wird die Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt. Die Familien werden entsprechend ihrer Bedürftigkeit und im Sinne der humanitären Grundprinzipien unabhängig von Konfession oder Volkszugehörigkeit ausgewählt. Die Verteilung der Nothilfegüter erfolgt überwiegend durch freiwillige MitarbeiterInnen der lokalen Partnerorganisation, wobei der lokale Partner durch MitarbeiterInnen der Caritas Österreich bei der Implementierung des Projektes unterstützt wird.

Projektnummer2450-01/2006
MittelherkunftOEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Sofortmaßnahmen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.