Improving Small Holder Farming through Agricultural Cooperatives and Value Chain Development in Tavush Marz, Armenia - Phase 2



Projektträger: OxYGen Foundation for protection of youth and women rightsLand: Armenia Fördersumme: € 541.310,00Beginn: 01.06.2016Ende: 31.10.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die in Phase 1 des Projekts gebildeten landwirtschaftlichen Kooperativen in der Region Tavush leisten einen Beitrag zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit ihrer Mitglieder, insbesondere von KleinbäuerInnen, und der Stärkung ihrer Rolle in der Gesellschaft und erbringen qualitativ hochwertige landwirtschaftliche Produkte.


Erwartete Ergebnisse


- Die 15 begünstigten Kooperativen und deren landwirtschaftliche Infrastruktur sind wirtschaftlich und institutionell rentabel.

- Das Engagement von Frauen aus ländlichen Gebieten als KleinunternehmerInnen ist gestärkt und ihr Einfluss auf Gemeinde- und Provinzebene erhöht.

- Die Teilnahme der begünstigten KleinbäuerInnen an Monitoringprozessen zur Umsetzung der nationalen Landwirtschafts- und ländlichen Entwicklungsstrategie bzw. des lokalen Entwicklungsplans für die Region Tavush ist erhöht.


Zielgruppe


475 Menschen profitieren direkt von der Phase 2 dieses Projekts:

- 80 Mitglieder (60% Frauen) der 7 begünstigten Genossenschaften, die von der Installation von Trocknungsanlagen profitieren

- 140 weitere KleinbäuerInnen (50% Frauen) als Zulieferer landwirtschaftlicher Produkte für die Trocknungsanlagen

- 240 SammlerInnen (65% Frauen) von Waldfrüchten

- 15 MitarbeiterInnen (65% Frauen) der Fruchtverarbeitungsanlage in Sevkar

Darüber hinaus profitieren über 6.400 Personen indirekt von diesem Projekt, darunter Familienmitglieder der KleinbäuerInnen, HändlerInnen sowie KonsumentInnen.

 


Maßnahmen


- Installation von Trocknungsanlagen in 7 Kooperativen von KleinbäuerInnen

- Erhöhung der Produktionskapazitäten der Fruchtverarbeitungsanlage in Sevkar

- Unterstützung der KleinbäuerInnen in den Bereichen Verbesserung der Produktion, umweltfreundliche Verarbeitung, Zugang zu Finanzmitteln (gemeinsam mit dem Partner Horizon Fund), Produktvermarktung

- Einrichtung einer Frauenvertretung („women’s committee“) in der Fruchtverarbeitungsanlage inkl. Trainings zu wirtschaftlicher Emanzipation von Frauen

- Aktivitäten im Bereich Anwaltschaft für die wirtschaftliche, soziale und arbeitsbezogene Gleichstellung von Frauen ländlicher Regionen

- Monitoring der Umsetzung der armenischen Landwirtschafts- und ländlichen Entwicklungsstrategie bzw. des lokalen Entwicklungsplans für die Region Tavush in den Zielgemeinden

 


Hintergrundinformation


Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren Armeniens, in dem mehr als ein Drittel der ländlichen Bevölkerung, davon über 50% Frauen, großteils als KleinbäuerInnen tätig sind. Gleichzeitig ist diese Bevölkerung von starker Armut betroffen. Den KleinbäuerInnen fehlt oft Wissen über und Zugang zu Finanzierungen, um nötige Investitionen in ihren landwirtschaftlichen Betrieben tätigen zu können. Dies wird durch die Auswirkungen des Klimawandels, schlechten Marktzugang sowie einen unzureichenden Rechtsrahmen für kleinbäuerliche Betriebe bzw. deren Organisation in Kooperativen zusätzlich verstärkt.


Nachdem in der ersten Projektphase 15 Kooperativen gegründet und jeweils ein Gewächshaus errichtet wurden, zielt die zweite Phase nun auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Kooperativen durch Diversifizierung und die Schaffung von Wertschöpfungsketten ab, um das Einkommen der KleinbäuerInnen langfristig zu erhöhen und ihre Einbindung in lokale bzw. nationale Märkte zu steigern. Gleichzeitig stärkt das Projekt die KleinbäuerInnen, insbesondere Frauen, durch Kapazitätsentwicklung, und fördert deren Einbindung in Netzwerke und Allianzen auf Gemeinde- und nationaler Ebene.

 

Projektnummer8288-00/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Gender: 2, Poverty: 2, Trade: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.