Inclusion and participation for children with disabilities in Zambia



Projektträger: SOS-KinderdorfLand: Zambia Fördersumme: € 83.200,00Beginn: 01.01.2018Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist, die Rechte von Kindern mit Behinderung auf inklusive Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Gerechtigkeit zu fördern und zu schützen. Dies erfolgt durch ein Angebot an Rechtsberatung auf Gemeindeebene und durch Anwaltschaft für die effektive Umsetzung des Behindertengesetzes und der Nationalen Behinderten-Policy sowie den Erlass des Gesetzes zur mentalen Gesundheit. (Beitrag zu SDG 10 - Weniger Ungleichheiten)


Erwartete Ergebnisse


1. 1,500 Kinder mit Behinderung in Chipata und Chadiza erhalten Zugang zu kostenloser Rechtsberatung durch Mediation, um Diskriminierungsfreiheit zu fördern und ihre Rechte auf qualitätsvolle Dienstleistungen im Gesundheits-, Bildungs- und Justizsektor, entsprechend dem Behindertengesetz zu schützen.

2. Kommunale Behindertenorganisationen sind in der Lage, den Zugang zu qualitätsvoller inklusiver Bildung, Gesundheitsdiensten und sozialer Gerechtigkeit in Chipata und Chadiza zu verbessern.

3. Die Zielgruppen auf nationaler, Distrikts- und Gemeindeebene sind für die Rechte von Kindern mit Behinderung auf Bildung und Gesundheitsversorgung sensibilisiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf die spezifischen Bedürfnisse von Mädchen mit Behinderung und ihre multiple Diskriminierungssituation gelegt wird.

4. Beförderung des Erlasses und der Umsetzung des Gesetzes für mentale Gesundheit durch das Parlament, inklusive einer effektiven Repräsentation von Kindern mit Behinderung in diesem Gesetz.


Zielgruppe


Zielgruppen:

- 1,500 Kinder mit Behinderung in Chipata and Chadiza sowie deren Familien

- Auf nationaler Ebene: Ministerium für Kommunalentwicklung und Soziales; Ministerium für Geschlechtergerechtigkeit; Nationaler Trust Fund für Behinderte; Zambia Agency für Menschen mit Behinderung; Polizei

- Auf Distriktebene: Provinz- und Distriktsbüro für Bildung; Provinz- und Distriktsbüro für Gesundheit; Netzwerke von Behindertenorganisationen; lokale Regierungen; Rechtsinstitutionen; ZAPD Provinzbüro

- Auf kommunaler Ebene: traditionelle Führer in 15 Gemeinden; Familien, Kinder mit Behinderung, Behindertenorganisationen, LehrerInnen, medizinisches Personal


Maßnahmen


Training für RechtsberaterInnen, die kostenlose Rechtsberatung und Mediation für Kinder mit Behinderung und deren Familien anbieten, Training für LeiterInnen von zivilgesellschaftlichen Behindertenorganisationen zu den Themen Anwaltschaft, Soziale Verantwortung und Geschlechtergerechtigkeit, Training für Community Leaders, Anwaltschaftliche Aktivitäten, etc.


Hintergrundinformation


Die Alphabetisierungsrate bei Menschen mit Behinderung in Sambia liegt bei 58,6%. Außerdem stehen Mädchen mit Behinderung aufgrund der Intersektionalität von Geschlecht und Behinderung vor multiplen Problemen und sind stärker von Diskriminierung betroffen. Die Haltung von Eltern, Familien und Gemeinden hinsichtlich der Erziehung und Bildung von Kindern mit Behinderung ist noch immer sehr negativ, insbesondere in den ländlichen Gebieten wie Chipata und Chadiza (Ostprovinz Sambias). Immer noch verweigern Schulen die Einschreibung von Kindern mit Behinderung unter dem Vorwand, sie hätten nicht die erforderlichen fachlichen Ausbildungen und Lernmaterialien zur Verfügung. Die Schulgebäude sind nach wie vor schwer zugänglich für Kinder mit Behinderung. Auch Gesundheitseinrichtungen in der Ostprovinz verfügen nicht über adäquate Angebote für Kinder mit Behinderung.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 19,99 Prozent.

Projektnummer2325-16/2017
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Democracy: 2, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.