Initiative SO:FAIR - Information und Befähigung zur sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung (SF4)



Projektträger: Klimabündnis Österreich gemeinnützige Förderungs- und Beratungs-gesellschaft mbH, Zweigniederlassung OberösterreichLand: Austria Fördersumme: € 60.000,00Beginn: 01.07.2015Ende: 31.08.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel:

Das Ziel des Projektes ist es, die sozial faire öffentliche Beschaffung in Österreich zu fördern. Politik und Verwaltung auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene werden für den „Fairen Einkauf“ gewonnen und bei Beschaffungsprozessen unterstützt. Die öffentliche Hand kann damit zu besseren Arbeitsbedingungen und Armutsminderung weltweit beitragen, nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen fördern und eine Vorbildfunktion übernehmen.

Beschaffungsverantwortliche der Gebietskörperschaften und öffentlicher Einrichtungen (Krankenhäuser, Schulen etc.) sollen durch Bereitstellung von Informationen und Ausschreibungskriterien sowie durch die Teilnahme an Informationsveranstaltungen, Schulungen und Beratungen dazu befähigt werden, fair produzierte und gehandelte Textilien, Lebensmittel, Steine und IT-Geräte zu beschaffen.


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Ergebnisse:

- Öffentliche Beschaffungsverantwortliche sind befähigt, sozial faire Produkte zu beschaffen. Im Rahmen des Projekts werden mindestens 5 direkte Beschaffungsvorgänge für sozial faire Produkte durchgeführt.

- Die im Rahmen des Projekts angebotenen Veranstaltungen werden je nach Ausrichtung von einer großen Anzahl von Interessierten besucht. In Summe sollen mehr als 200 Personen (BesucherInnen) erreicht werden.

- Durch die Fachberatungen und -gespräche, die das Konsortium im Rahmen seiner Aufgabe führt, werden 6 Gemeinden oder öffentliche Einrichtungen, welche die Ausweitung und das Interesse am Thema sozial faire Beschaffung unterstützen, als „Leuchttürme“ präsentiert.

- Die Anzahl von InternetbesucherInnen der Webseite von SO:FAIR steigt durch die Bewerbung bei Veranstaltungen, Treffen und Konferenzen sowie redaktionelle Beiträge. Mind. 50.000 Personen und Institutionen werden sowohl über die Newsletter, die Homepages, Gemeindezeitungsartikel und weitere Medienberichte, als auch rechtliche Dokumente und Musterausschreibungen erreicht.

- Die Etablierung der Marke SO:FAIR für sozial faire Beschaffung in Österreich wird weiter ausgebaut und auch auf andere Bereiche ausgeweitet.

 


Zielgruppe


Zielgruppe/Partner/Region:

Zu den Zielgruppen gehören Beschaffungsverantwortliche, EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung, VergabejuristInnen, Wirtschaftsunternehmen und deren Interessensvertretungen, zivilgesellschaftliche Gruppen (Volkshilfe, Caritas, Feuerwehr, etc) sowie eine interessierte allgemeine Öffentlichkeit.


Maßnahmen


Maßnahmen:

Die Aktivitäten umfassen die Aktualisierung der Kriterienkataloge und Textbausteine für Beschaffungsvorgänge, die Erweiterung der Schulungsunterlagen, die Durchführung eines Fachsymposiums mit internationalen ExpertInnen sowie weitere bundesweite Informationsveranstaltungenund Roundtables mit Good-Practice-Beispielen, Information und Beratung, spezifische Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. eine Pressekonferenz) und Informationsaussendungen zur neuen Beschaffungsrichtlinie an Unternehmen, die faire Produkte herstellen oder handeln. Zu den weiteren Maßnahmen gehören Lobby-/Austausch-Gespräche mit VergabejuristInnen der öffentlichen Hand, Information und Awareness Building für Akteuren aus dem Bereich Nachhaltigkeit, sowie das Einbringen von Vorschlägen für Anpassungen des Bundesvergabegesetzes bzw. die verstärkte Aufnahme der Thematik in die erläuternden Bemerkungen zum Gesetz.


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation:

Das Projekt wird von einem Konsortium bestehend aus den Organisationen Klimabündnis (Lead), FAIRTRADE, Südwind, Clean Clothes Plattform, Ökokauf Wien, die Mag. Florian Schönthal-Guttmann Unternehmensberatung (vormals PROVE) und IFZ durchgeführt und ermöglicht somit die zweckmäßige Bündelung von Know How, Arbeitsfeldern und Netzwerken.

Aufbauend auf Ergebnissen und Erfahrungen seit 2007 werden in diesem Projekt erarbeitete Instrumentarien und Maßnahmen angepasst und fortgeführt. Lobbying auf politischer Ebene soll verstärkt, vorbildliche Akteure und Good Practice-Beispiele als „Leuchttürme“ vor den Vorhang geholt werden.


Das Projekt wird aus OEZA/ADA-Mitteln in der Höhe von EUR 60.000,- (50% des Gesamtprojektvolumens) gefördert.

Projektnummer2398-11/2015
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied60000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.