Integration für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung



Projektträger: Caritas Österreich (ehemals: Österreichische Caritaszentrale)Land: Congo, Dem. Rep. Fördersumme: € 30.000,00Beginn: 01.09.2010Ende: 30.06.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt stellt eine Verfestigung der Ergebnisse des laufenden von der Europäischen Kommission und OEZA kofinanzierten Projektes 2325-06/2007 "Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung" dar. Ziel des Projekts ist, dass rund 1.300 Menschen mit Behinderungen (MmB) in drei Diözesen der Provinz Katanga am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

MmB führen in der Demokratischen Republik Kongo oft ein Leben in absoluter Armut und Abhängigkeit von der Familie. Die Sensibilisierung aus dem laufenden Projekt beginnt zwar zu greifen, doch sind viele MmB nach wie vor ausgegrenzt, sie nehmen in geringem Ausmaß am gesellschaftlichen und politischen Leben teil. Ihre Belange werden bisher im politischen Prozess viel zu wenig berücksichtigt. In den Jahren 2007 - 2009 wurden 18 Vereine für Menschen mit Behinderung gegründet, 6 sind gerade in der Gründungsphase. Die Strukturen sind noch nicht sehr gefestigt, was auch die Dynamik der Vereine bremst. Die Vereine haben bereits mit einkommenschaffenden Aktivitäten begonnen, deren Einnahmen jedoch derzeit noch sehr niedrig sind. Ein weiteres Problem stellt die geringe Bildung von MmB dar. In der DemRep.Kongo besuchen nur etwa 52% der Kinder die Grundschule, wobei Kinder mit körperlicher Behinderung vor allem unter jenen zu finden sind, die vom Schulbesuch ausgeschlossen sind.


Erwartete Resultate:

600 Personen mit körperlicher Beeinträchtigung sind aktive Mitglieder eines Vereins;

20% der Bevölkerung der 3 Diözesen haben eine offene Haltung gegenüber Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung;

Lokale und regionale politische EntscheidungsträgerInnen kennen die politischen Forderungen in bezug auf Menschen, die von den ProjektakteurInnen vorgebracht wurden;

300 Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung verfügen über ein zusätzliches Einkommen;

750 Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung haben Zugang zu Grundschul- bzw. Mittelschulausbildung;

200 MmB sind ausreichend mobil, um ein Leben in Würde zu führen.

Projektnummer2325-13/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.