IÖ Post-Paris-Navigator für Unternehmen



Projektträger: Brainbows Informationsmanagement GmbHLand: Austria Fördersumme: € 180.000,00Beginn: 01.07.2017Ende: 30.06.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Der Post-Paris-Navigator soll österreichische Unternehmen verstärkt dazu animieren, Maßnahmen und Projekte im Klimaschutzbereich in und mit Partnerländern aus dem globalen Süden umzusetzen. Um dies zu erreichen, sollen österreichische Unternehmen (vor allem aus dem Energie- und Umweltsektor) bestärkt werden, ihr unternehmerisches Potenzial für die Umsetzung solcher Impactprojekte verstärkt zu nützen. Um dies zu erreichen, wird ein Prozess etabliert, der den teilnehmenden Unternehmen die unternehmerischen Chancen des Post-Paris-Prozesses aufzeigt und durch das Verfolgen der Unterziele Awareness-Raising, Vernetzung zentraler Akteure und Wissensvermittlung zu strukturellen Rahmenbedingungen und Anknüpfungspunkten die österreichische Unternehmerlandschaft direkt anspricht und sensibilisiert.


Erwartete Ergebnisse


Nach drei Jahren etabliert sich der Navigator als zentraler Facilitator mit einem breiten Unternehmensnetzwerk, der beteiligte Akteure für die Anknüpfungspunkte zwischen Wirtschaft, Klimapolitik und Entwicklungspolitik sensibilisiert und vernetzt. Beim jährlich Austrian World Summit werden die Ergebnisse des Post-Paris-Navigators sowie in diesem Bereich tätige und teilnehmende Unternehmen medienwirksam vorgestellt. Damit werden Anreize für andere Unternehmen geschaffen, selbst aktiv zu werden. Unternehmen erhalten Know-how und Kontakte, um selbst Projektideen zu entwickeln und diese mit Unterstützung der Initiative und durch die Zusammenarbeit mit R20 je nach Entwicklungsstand weiterzudenken bzw. an den Status „investment ready“ heranzuführen. Durch die Vernetzungsveranstaltungen und Workshops sollen jährlich rund 100 Unternehmen direkt vom Post-Paris-Navigator profitieren. Im Rahmen der dreijährigen Laufzeit werden durch die einzelnen Komponenten rund 900 Unternehmen erreicht.


Zielgruppe


Der Navigator richtet sich an österreichische Unternehmen, speziell aus den Branchen Energie, Umwelt und Finanzen. Durch die Teilnahme wird ihnen vermittelt, welche Chancen und Möglichkeiten sich für ihre Unternehmen bieten und mit welchen Partnern sie selbst Impactprojekte umsetzen können, um Unternehmertum, Entwicklungspolitik und Klimaschutz zu verknüpfen. Zusätzlich zur direkten Zielgruppe der am Post-Paris-Navigator teilnehmenden Unternehmen werden potentielle lokale Partner und Unternehmen, etwa über das R-20 Netzwerk, in den Prozess eingebunden und der Erstkontakt ermöglicht.


Maßnahmen


Die Aktivitäten durchlaufen einen jährlichen Zyklus und umfassen Workshops mit den Unternehmen sowie Vernetzungsveranstaltungen (z.B. gemeinsam mit der WKO), um Arbeitsschwerpunkte und Inhalte zu erarbeiten, teilnehmende Unternehmen für das unternehmerische Potential im Bereich Klima- und Umweltschutz zu sensibilisieren und die richtigen Akteure miteinander zu verknüpfen. Die generierten Outputs (White Paper, Folder mit Best Practice-Projekten, Ergebnispapiere etc.) werden anschließend über Netzwerke, Email-Newsletter und den Austrian World Summit verbreitet und somit auch zusätzlichen Akteuren, die von diesen Informationen profitieren können, zugänglich gemacht. Durch ein Variieren der teilnehmenden Partner und Unternehmen soll das Netzwerk des Navigators kontinuierlich wachsen und sich weiterentwickeln.


Hintergrundinformation


Österreichische Unternehmen setzen sich nach und nach mit den Konsequenzen aus dem Pariser Klimaabkommen auseinander, jedoch fehlt es oft an der notwendigen Expertise sowie an den richtigen Kontakten um mögliche Projektideen weiterzuentwickeln. Durch das hier genannte Vorhaben soll das Potential des österreichischen Privatsektors im Bereich Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen verstärkt genützt werden.

Projektnummer2804-01/2017
MittelherkunftOEZA
Sektor Geschäftwesen und andere Leistungen
Tied180000
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 2, Climate change mitigation: 2, Trade: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.