Katastrophenvorsorge in Mosambik



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Mozambique Fördersumme: € 117.600,00Beginn: 01.06.2017Ende: 31.05.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist es, die verwundbarsten Gemeinden in den drei Provinzen Nampula, Inhambane und Gaza in ihrer Widerstandsfähigkeit zu stärken und auf mögliche Krisen vorzubereiten. Das Projekt konzentriert sich dabei besonders auf Frauen und Kinder. Auf nationaler Ebene wird in Zusammenarbeit mit allen Regierungsebenen das Katastrophen-Frühwarnsystem verbessert.


Erwartete Ergebnisse


1. Die Fähigkeit des mosambikanischen 'National Institute of Disaster Management' (INGC) und der lokalen Katastrophenkomitees 'local level disaster committees' (CLGRCs), Frühwarninformationen durch das 'Data Winners System' schnell und effektiv zu teilen, wurde verbessert.

2. Die Fähigkeit von Gemeinden und insbesondere von Frauen, Kindern und Jugendlichen, Risiken zu erkennen, einzuschätzen und darauf zu reagieren, wurde verbessert.

3. Die Kapazitäten von Katastrophenschutz-Beauftragten wurden verbessert (verbesserte Registrierung von Begünstigten, effizienteres und rascheres Reagieren, Einsatz von 'cash transfer programming').

4. Die Kapazitäten des NGO-Konsortiums COSACA (Concern, Oxfam, Save the Children and CARE), auf Katastrophen rasch zu reagieren, ist durch Zugang zu einem 'crisis modifier' (flexibler Katastrophenfonds) verbessert.


Zielgruppe


Insgesamt werden mit dem Projekt ca. 48.000 direkt Begünstigte und 122 Organisationen erreicht.


Maßnahmen


Sammlung und Erfassung relevanter Daten; diverse Trainings; Aktivitäten in Schulen; Verlinkung relevanter Budgets auf Gemeinde- u. Distriktebene; gemeinsame Aktivitäten mit dem Roten Kreuz; etc.


Hintergrundinformation


Mosambik zählt weltweit zu den am meisten von Naturkatastrophen gefährdeten Ländern. Zunehmend untypische Wetterbedingungen auf Grund des Klimawandels manifestieren sich durch ungewöhnliche Dürren, Zyklone und Überschwemmungen, die schwere Schäden an Eigentum und Lebensunterhalt der ländlichen armen Bevölkerung verursachen. Mitte Februar 2017 wurde die Küste der Provinz Inhambane im Südosten des Landes stark von einem Zyklon getroffen. Die Dürre, die der El Nino in den Süden des Landes gebracht hat, bedeutet, dass dort momentan 1,5 Millionen Leute Nothilfe benötigen. Nampula, Inhambane und Gaza sind die am meisten von Naturkatastrophen betroffenen Provinzen in Mosambik und haben gemeinsam eine Bevölkerung von circa 8,2 Millionen Menschen.


Der ADA-Kofinanzierungsanteil beträgt 10 Prozent.

Projektnummer2325-12/2017
MittelherkunftOEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Maßnahmen zu Vermeidung und Vorbeugung von Katastrophen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 2, Climate change adaptation: 2, Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.