KUNGAHARA: Resilient Systems for Food and Nutrition



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe Land: Rwanda Fördersumme: € 150.000,00 Beginn: 01.01.2024 Ende: 31.12.2026

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist der Beitrag zu widerstandsfähigen Ernährungssystemen und einer verbesserten Lebensmittel- und Ernährungssicherheit in Ruanda, speziell in den Distrikten Gicumbi, Rulindo und Gakenke.


Erwartete Ergebnisse


1) Frauen, Männer und junge Kleinbäuer*innen nehmen an gerechten, nachhaltigen, inklusiven, produktiven und ernährungssensiblen landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten teil und erzielen Gewinne;

2) Gefährdete Haushalte, insbesondere Frauen und Kinder, konsumieren vielfältigere und nährstoffreiche Lebensmittel.


Zielgruppe


Mit OEZA-Mitteln werden 5.465 direkt begünstigte Personen erreicht.

(insgesamt: 31.885 direkte Begünstigte in den Distrikten Gicumbi, Rulindo und Gakenke)


Maßnahmen


1) Stärkung der Kleinbäuer*innen in den Bereichen klima- u. wasser-smarte Landwirtschaftspraktiken, Nacherntemanagement u. Qualitätssicherung, Zusammenarbeit mit anderen Teilen der Wertschöpfungskette, Betriebsmanagement u. Finanzen;

2) Entwicklung maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen für die Landwirtschaft, um die Zusammenarbeit und Vertragsabschlüsse mit den Bäuer*innengruppen zu erleichtern;

3) Gefährdete Haushalte werden von der Maßnahme bei der Entwicklung ihrer eigenen Hausgärten und Regenwassersammelanlagen für Hygiene und Bewässerung unterstützt;

4) Monatliche Untersuchung von Kindern mit Mangelernährung.


Hintergrundinformation


In Ruanda ist ein Fünftel der Bevölkerung von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen und drei von zehn kleinen Kindern leiden unter Wachstumsverzögerungen oder niedriger Körpergröße für das Alter. Diese Effekte sind weitgehend unbeabsichtigte Folge der Spezifika des landwirtschaftlichen Sektors des Landes, der trotz einer Beschäftigungsrate von 75% der Bevölkerung (und 85% der Frauen) strukturelle Probleme in Bezug auf Produktion und Zugang zu Märkten aufweist. Die unzureichende Verfügbarkeit von nahrhaften Lebensmitteln und hohe Lebensmittelinflation tragen dazu bei, dass sich mehr als die Hälfte der Ruander eine ausgewogene Ernährung nicht leisten kann. Dennoch kann die Ernährungssituation in Ruanda nicht allein durch die Verfügbarkeit von Lebensmitteln erklärt werden, da Wachstumsverzögerungen und Unterernährung auch in Regionen mit ausreichender Lebensmittelsicherheit verbreitet sind.


OEZA-Kofinanzierungsanteil: 17,14%, EU-Förderanteil: 80%

Projektnummer 2325-10/2023
Mittelherkunft OEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Umwelt: 1, Klimawandel Anpassung: 1, Geschlecht: 1, Armut: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.