Landrechte indigener Völker Brasiliens



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Brazil Fördersumme: € 140.200,00Beginn: 01.01.2015Ende: 30.06.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Verteidigung und Einforderung der Landrechte der indigenen Völker Brasiliens.

Die etwa 900.000 IndianerInnen Brasiliens gehören 305 verschiedenen indigenen Völkern an. Ihre Lebensbedingungen sind in vielen Fällen prekär und ihre Rechte sind nicht umgesetzt, obwohl ihnen in der Verfassung von 1988 umfassende Rechte zugesichert wurden, darunter das Recht auf ihr angestammtes Land und kulturelle Eigenständigkeit.

Die indigene Bevölkerung Brasiliens hat vor allem mit folgenden Problemen zu kämpfen: Ihre verfassungsmäßigen Rechte werden vielfach missachtet und nicht auf allen Ebenen umgesetzt. Ihre Menschenrechte werden wenig geachtet, immer wieder kommt es bei (Land-)Konflikten zu Bedrohungen, Gewalttaten und bis zu Morden an IndianerInnen. Ihr ursprüngliches Land ist zu einem Gutteil nicht demarkiert oder bei weitem nicht groß genug, oft beanspruchen andere Personen, Firmen oder der Staat dieses Land. In den letzten Jahren und Monaten kam es zu heftigen Attacken gegen indigene Rechte, Rückschritte in der Gesetzgebung und eine Verfassungsänderung stellen eine reale Gefahr dar.

Erwartete Resultate:

1. Die Landrechte der indigenen Völker bleiben weiterhin in der Verfassung verankert.

2. Es gibt Fortschritte bei den administrativen Schritten zur Regularisierung indigener Gebiete.

3. Indigene Führungspersonen und Völker erhalten Rechtsberatung bei Prozessen.

Die direkte Zielgruppe sind etwa 3.300 indigene Führungspersonen von 100 Völkern. Durch die Verteidigung indigener Rechte in der Gesetzgebung sowie in verschiedenen Fällen von Landrechten und Konfliktsituationen werden bei weitem mehr Personen erreicht. Indirekt werden alle 900.000 IndianerInnen Brasiliens begünstigt, deren Rechte auf dem Spiel stehen.

Projektnummer2325-05/2015
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Democracy: 2, Poverty: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.