Medizinische und Sozialberatung für Frauen und Mädchen im Bezirk Nagapattinam / Tamil Nadu



Projektträger: Volkshilfe ÖsterreichLand: India Fördersumme: € 73.000,00Beginn: 01.09.2005Ende: 31.03.2008

Kurzbeschreibung:

Projektziel



Katastrophen, wie hier die Flutkatastrophe vom Dezember 2004, wirken sich auf verschiedene Bevölkerungsgruppen auch unterschiedlich stark aus. So wurden durch den Tsunami in Tamil Nadu viel mehr Frauen als Männer getötet (weil sie sich zur Verarbeitung der gefangenen Fische am Strand aufhielten, weil sie sich um Kinder kümmerten anstatt wegzulaufen, weil sie aufgrund ihrer Erziehung nicht in der Lage waren, sich durch Klettern vor den Fluten zu retten, etc.). Weiters sind die Dalit besonders betroffen, die aufgrund ihrer ökonomisch schwachen Lebenssituation die materiellen Verluste kaum verkraften und durch soziale Diskriminierung von staatlichen Hilfsmaßnahmen kaum erreicht werden. Dementsprechend sind Dalit-Frauen zweifach benachteiligt, und sollen primäre Zielgruppe des vorliegenden Projekts sein.


Ausgehend von den geschlachtsspezifischen Bedürfnissen der Frauen und Mädchen soll deren individuelle und strukturelle Situation verbessert werden. In zehn Dörfern werden Gesundheitszentren eingerichtet, die spezifische Beratung anbieten (Hygiene, Ernährung und medizinische Vorsorge, Behandlung von Frauen- und Kinderkrankheiten, Vorsorge bei Schwangerschaft und Geburt, Familienplanung, etc.) und auch Multiplikatorinnen für diese Beratung ausbilden.


Weiters soll die Selbstorganisation der Frauen unterstützt werden, damit sie sich im sozialen Leben des Dorfes und in den Programmen zum Weideraufbau besser einbringen können. Daher werden auch Beratungen zu sozialen Themenbereichen (z.B. Gewalt in der Familie) angeboten und versucht, die Bildung von Netzwerken dieser KlientInnen anzuregen.

Projektnummer2319-02/2005
MittelherkunftOEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Maßnahmen zum Wiederaufbau und Rehabilitierung nach Katastrophen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.