MEIN RECHT – Inklusive Bildung in Armenien und Kosovo



Projektträger: Caritas Österreich (ehemals: Österreichische Caritaszentrale)Land: Developing countries, unspecified Fördersumme: € 250.000,00Beginn: 01.07.2019Ende: 30.06.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Steigerung der Inklusion in 22 Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen) in Armenien (Region Shirak) und Kosovo (Region Prizren) und damit zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zu einem inklusiven und gerechten Bildungssystem für alle beizutragen (SDG 4; EU GAP II Objective 13).


Erwartete Ergebnisse


1) Kinder mit Behinderungen / Beeinträchtigungen erhalten individuelle Unterstützung bei der Schulbildung.

2) Das Personal pädagogischer Einrichtungen sowie andere Professionelle und Eltern haben Wissen über inklusive Bildung erworben und setzen es in der Praxis um.

3) Kindergärten und Schulen bieten ein inklusives Lernumfeld für alle Kinder.

4) Das Bewusstsein in Bezug auf inklusive Bildung und die Rechte von Kindern mit Beeinträchtigungen sind erhöht.

5) Die beiden Partnerorganisationen sind durch Wissenstransfer und durch den Austausch guter Praxisbeispiele gestärkt.


Zielgruppe


Zur direkten Zielgruppe zählen 150 Kinder mit Beeinträchtigungen, 140 Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen, 430 LehrerInnen und anderes pädagogisches Personal, 3 Angestellte + 5 Freiwillige des Early Childhood Education Centre (ECEC) in Kosovo, sowie 40 KinderärztInnen und 824 SchülerInnen und Jugendliche in Armenien. Indirekt werden durch das Projekt 8.000 Kinder ohne Beeinträchtigungen, deren Eltern (14.000) sowie 1.000 LehrerInnen und anderes pädagogisches Personal erreicht.


Maßnahmen


Das Projekt baut auf bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte der Caritas in Kosovo und Armenien auf und stellt daher teilweise Fortsetzungen bisheriger Aktivitäten dar, beinhaltet aber auch Ergänzungen und Verbesserungen durch neue Maßnahmen. Diese umfassen:

- Durchführung einer Genderanalyse;

- Elementarbildung für Kinder mit Beeinträchtigungen in vorschulischen Einrichtungen und in der Familie; Beratung der Familien von Kindern mit Beeinträchtigungen;

- Unterstützung des Übergangs in die Schule, u.a. durch individuelle Übergangspläne;

- Bereitstellung von AssistentInnen für LehrerInnen in pädagogischen Einrichtungen;

- Sozialarbeiterische Unterstützung der Kinder mit Beeinträchtigungen;

- Erweiterung der Kompetenzen von LehrerInnen und anderem pädagogischem Personal, dem Personal des ECEC, sowie von Eltern beeinträchtigter Kinder;

- Fortbildung für KinderärztInnen;

- Peer-to-Peer Lernaktivitäten für SchülerInnen;

- Verwendung des Index für Inklusion zur qualitativen Verbesserung der Inklusion an Schulen;

- Einrichtung von Jugendclubs zum Austausch über Inklusion;

- Unterstützung bei der Gründung von Selbsthilfegruppen von Eltern beeinträchtigter Kinder;

- Öffentliche Bewusstseinsbildung zu inklusiver Bildung sowie den Rechten von Kindern und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen;

- gegenseitiges Lernen durch Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch.


Hintergrundinformation


Sowohl Armenien als auch Kosovo sind kleine, post-kommunistische Länder, in denen Teile der Bevölkerung in großer Armut leben. In den letzten Jahren haben die Regierungen beider Länder die gesetzlichen Grundlagen für inklusive Bildungssysteme geschaffen. In der Praxis gibt es jedoch viele Schwierigkeiten und Herausforderungen, z.B. mangelndes Verständnis für die Inklusion von Kindern mit Beeinträchtigungen in der Bevölkerung oder in Schulen, fehlendes methodisches Wissen bei den Lehrpersonen, unzureichende bauliche Barrierefreiheit und zu wenig unterstützende Ressourcen in den Schulen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 60,24 Prozent.

Projektnummer8108-01/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Bildung
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.