Migration.Interdependenz.Entwicklung | Migration.Interconnectedness.Development (MIND)



Projektträger: Caritas Österreich (ehemals: Österreichische Caritaszentrale)Land: Austria Fördersumme: € 87.000,00Beginn: 01.10.2017Ende: 30.09.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das EU-kofinanzierte Projekt “MIND - Migration.INterconnectedness.Development” möchte in 11 EU-Mitgliedsstaaten mehr Wissen im Hinblick auf Migration & Entwicklung/EZA generieren und BürgerInnen aktiv involvieren. Es sollen Orte der Begegnung geschaffen werden, in denen Menschen die Möglichkeit haben, die komplexen Zusammenhänge von Migration und nachhaltiger Entwicklung zu erleben und zu verstehen. Die Involvierung von jungen Menschen durch das youngCaritas- Netzwerk ist ein zentraler Baustein. Viele der Aktionen werden von, für und mit Jugendlichen gestaltet und umgesetzt. Als BrückenbauerInnen innerhalb der Gesellschaft wirken sie im MIND-Projekt als MultiplikatorInnen mit..


Erwartete Ergebnisse


R1: Verbessertes öffentliches Verständnis über die Beziehung zwischen universeller nachhaltiger Entwicklung und Migration, ihrer Rolle sowohl in der EU als auch in den Entwicklungsländern und dem Beitrag der EU in der Entwicklungszusammenarbeit.

1.1 Das NGO-Netzwerk (12 Projektorganisationen) verbessert seine Advocacy Kapazitäten.

1.2 Die Öffentlichkeit engagiert sich in einer Bewusstseinsbildungs-Kampagne zu Migration und universeller nachhaltiger Entwicklung, sowie zum Beitrag der EU in Entwicklungszusammenarbeit.

1.3 Medien berichten differenziert, faktenbasiert zum Thema MigrantInnen u. Flüchtlinge.

R2: Staatliche Behörden, zivilgesellschaftliche Organisationen, Einzelpersonen und andere (potenzielle) Entwicklungsakteure befassen sich zunehmend mit den Ursachen der Migration und investieren in MigrantInnen und Flüchtlinge als Akteure der Entwicklung.

2.1 Studie zu Lebensbedingungen, von MigrantInnen, Hürden zur sozialen und ökonomischen Integration, Potential zum Beitrag zur Entwicklung in Europa und in den Herkunftsländern.

2.2 Multisektorielle Entwicklungsallianzen (Universitäten, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kirche, Autoritäten, etc.) setzen Schritte im Bereich Migration & Development.

2.3 Lobbying auf politischer Ebene im Bereich Migration und Entwicklung.

2.4 Relevanz- und Wirkungsberichte zum Engagement politischer und wirtschaftlicher Akteure.

 


Zielgruppe


Europaweit werden rund 40 Millionen BürgerInnen in 11 EU-Mitgliedsländern erreicht, in Österreich rd. 8.000 Personen direkt (via Medien rd. 4 Millionen Personen):

(a) Zivilbevölkerung (mit speziellem Fokus auf Jugendliche im Alter von 15-29, sowie auf Personen die nicht klassischerweise engagiert sind). Es wird eine Reichweite von 90% der Zivilbevölkerungen der 11 Länder/Österreich erwartet.

(b) Medien: MedienrepresentantInnen (JournalistInnen) in Print Medien, Internet / Social Media, TV und Radio. Ca. 300 MedienrepresentantInnen (78 in Ö) als direkte Zielgruppe.

(c) 151 zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) in der EU (18 in Ö), inkl. grass-roots Organisationen, MigrantInnen- / Flüchtlings- / Diaspora-Organisationen.

(d) Lokale, nationale und europäische politische Entscheidungsträger und Meinungsbildner. Es werden 250 Meetings mit diesen Akteuren anvisiert.

(e) „Potentielle“ Entwicklungsakteure wie UnternehmerInnen / Klein- und Mittelunternehmen, Universitäten, Jugend-Aktionsgruppen, zivilgesellschaftliche Organisationen. Insgesamt Involvierung und Kapazitäten-Entwicklung 213 solcher „potentiellen“ Entwicklungsakteure.

 


Maßnahmen


Die Aktivitäten sind in 6 Arbeitspakete eingeteilt und umfassen: Workshops und Trainings, Studien, Öffentlichkeitsarbeit & Bewusstseinskampagne, anwaltschaftliche Tätigkeiten & Kooperationen, Medienarbeit (Print, Video, Social Media), Vernetzung & Allianzen.


Hintergrundinformation


Die europaweite Initiative wird in 11 EU-Mitgliedsstaaten (Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Deutschland, Italien, Niederlande, Portugal, Slowakei, Slowenien, Schweden) von 12 Caritas-Organisationen realisiert. Das Kernteam dabei bilden Caritas Österreich (Lead-Organisation), Caritas Europa und Caritas Niederlande.


Das Projekt wir in der Höhe von Euro 87.000 (5% der Projektkosten in Österreich, 1,24% des Gesamtprojektvolumens) für 3 Jahre gefördert.

 

Projektnummer2401-07/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied87000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.